Das kooperative Gen
Abschied vom Darwinismus

von Joachim Bauer

€ 20,60
Lieferung in 2-7 Werktagen

Verlag: Hoffmann und Campe
Genre: Sachbücher/Natur, Technik/Naturwissenschaft
Umfang: 224 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.09.2008

Rezension aus FALTER 42/2008

Der Darwinismus hat die Ideen vom immerwährenden "Kampf ums Dasein" und vom "Überleben des Stärkeren" populär gemacht. Gerade im Zeitalter des Turbokapitalismus scheinen diese Parolen plausibler denn je. Ein schreckliches Missverständnis, warnen Biologen. Gegen die Vorstellung vom Menschen als rücksichtsloser Egomaschine argumentiert der Freiburger Neurobiologe Joachim Bauer. "Das kooperative Gen" versteht sich als radikaler Gegenentwurf zu Richard Dawkins' wirkmächtigem Bestseller "Das egoistische Gen" (1976). Die "Dogmen Darwins" von der rein zufälligen Mutation des Erbguts und der natürlichen Selektion als den Triebkräften der Evolution gehören für Bauer auf die Müllhalde empirisch widerlegter Theorien.
Zu diesem Zweck fasst er Forschungen nach der Entschlüsslung des menschlichen Genoms 2001 pointiert zusammen. Die Überraschung bestand damals darin, dass die Gene nur einen sehr kleinen Anteil der DNA ausmachen, nämlich 1,2 Prozent. Galt der riesige Rest manchen als "Junk-DNA", wurden in den letzten Jahren zahlreiche Mechanismen entschlüsselt, mit denen die Zellen selbst den Umbau der DNA vorantreiben. Eine entscheidende Rolle spielen hierbei die sogenannten Transpositionselemente, die Gene verdoppeln und verschieben können. Die Zelle gibt also gezielt bestimmte Abschnitte der DNA frei und "lässt" mutieren, während für die Stabilität entscheidende Gene gesichert werden.

Oliver Hochadel in FALTER 42/2008 vom 17.10.2008 (S. 54)


Bitte warten...

Sie haben folgendes Produkt in den Warenkorb gelegt:

{{var product.name}}


weiter einkaufen
zum Warenkorb