Gutenberg und seine Wirkung

von Stephan Füssel

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Verlag: Insel Verlag
Format: Hardcover
Genre: Medien, Kommunikation/Buchhandel, Bibliothekswesen
Umfang: 216 Seiten
Erscheinungsdatum: 05.09.1999

Das vorliegende Buch stellt die populäre volkssprachige Unterweisung, vom Kräuterbuch bis zum Hebammenratgeber, und die Sammlung des Wissens in den Enzyklopädien der Frühen Neuzeit ebenso vor wie die neue Form des Prosaromans und die Anfange von Zeitung und Zeitschrift. Durchweg farbige Abbildungen zeigen die unterschiedlichen Medien in ihrem kommunikationsgeschichtlichen Kontext und das geistige Klima einer gesamteuropäischen Bildungselite um 1500. Auch die Wechselwirkung des Buchdrucks mit der Reformation wird thematisiert, deren Erfolg wesentlich auf Gutenberg beruht. Schließlich beschreibt Stephan Füssel die Geschichte der Gutenbergschen Erfindung, die 350 Jahre lang nahezu unverändert eingesetzt wurde. Stephan Füssel, geboren 1952, ist Direktor des Instituts für Buchwissenschaft an der Johannes- Gutenberg-Universität in Mainz und Autor zahlreicher Publikationen zur Geschichte und Gegenwart des Buch- und Verlagswesens.

Rezension aus FALTER 42/2000

Nach allen Regeln bibliothekarischer Katalogisierungskunst wurden für die Druckausgabe die bibliographischen Datensätze aus den verschiedensten Datenfeldern (wie Angabe des Impressums in Vorlageform, Signaturformel für alte Drucke etc.) einer Datenbankgeneriert, die auf ein brisantes historisches Quellenmaterial verweist. Die NB, deren gesetzlicher Auftrag es ist, alle in Österreich gedruckten Werke auf alle Ewigkeit im Depot zu verwahren, besitzt davon derzeit genau 13,6 Prozent.
"Das Gedächtnis der Menschheit wird so löchrig sein wie ein Alzheimergehirn", lautet das Resümee in Dieter E. Zimmers Buch "Die Bibliothek der Zukunft. Text und Schrift in den Zeiten des Internet". Die Begründung für diese Prognose liefert der Autor in einer auch für Laien und (Angehörige diverser Bildungs- und Finanzministerien) leicht fasslichen Darstellung der scheinbar unlösbaren Probleme, denen sich die Bibliotheken heute gegenübersehen.Bis es so weit ist, bleibt für störrische Romantiker der Band "Gutenberg und seine Wirkung". Der Autor, Stephan Füssel, ist Inhaber des Gutenberg-Lehrstuhls der Universität Mainz, beschreibt die Geschichte der Gutenbergschen Erfindung in einem ebenso unscheinbaren wie ästhetisch anspruchsvollen Buch, das standesgemäß in Monotype-Bleisatz gesetzt und auf Buchdruckmaschinen gedruckt wurde. Das Buch ist fadengeheftet und in Feinleinen gebunden. Der Umschlag zeigt ein fiktives Gutenberg-Porträt nach einem Kupferstich aus dem 16. Jahrhundert. Wer sich ausgerechnet daran delektieren möchte, sollte die Bibliotheksexemplare meiden. Umschläge (mit oder ohne fiktive Porträts) werden dort vor der Magazinierung grundsätzlich entfernt.

Hans Petschar in FALTER 42/2000 vom 20.10.2000 (S. 28)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Die Bibliothek der Zukunft (Dieter E. Zimmer)

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