Waschen, schneiden, föhnen
Eine Kulturgeschichte des Haars

von Maria Antas

€ 15,40
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Übersetzung: Ursel Allenstein
Verlag: Insel Verlag
Format: Taschenbuch
Genre: Belletristik/Geschenkbücher
Umfang: 164 Seiten
Erscheinungsdatum: 11.06.2018

Rezension aus FALTER 47/2018

Maria Antas ist eine finnische Literaturwissenschaftlerin, Jahrgang 1964. Böse Zungen könnten lästern: In dem Alter redet man eben viel vom Putzen und über Frisuren. Denn eine Lobeshymne auf das Saubermachen hat sie schon vorgelegt. Diesmal erzählt sie entlang ihrer Frisursünden und haarigen Unzufriedenheiten von Trends und Entwicklungen, etwa vom Föhn, der 1925 zwei Kilogramm wog.

Die Frauenperspektive verlässt Antas dabei nicht. Emanzipation ist immer Thema, etwa wenn es um den Afro als revolutionäre Frisur geht. Mit der Betrachtung von Haar als Handelsware spannt sie den Bogen von Rokoko-Perücken bis zu Extensions. Langes Frauenhaar sei jedenfalls stereotyp, stellt sie mit Blick auf Fotografie und Malerei wenig erfreut fest, und sie vergleicht dabei Frauendarstellungen im Jugendstil von Klimt, Bauer und Munch. Ein trivialer und kurzweiliger Einblick.

Juliane Fischer in FALTER 47/2018 vom 23.11.2018 (S. 34)


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