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Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum: 01.01.2001

Rezension aus FALTER 26/2001

In "Permafrost", dem Roman des Musikers und Autors Oivind Hanes pfeift naturgemäß ein kalter Wind: "Im Winter sind minus 50 Grad die Regel; der Rekord wurde in Oimjakon gemessen: minus 78 Grad im Januar." Die Figuren sind mundfaul und - wenn sie nicht gerade einer ihrer insgeheimen Leidenschaften wie dem Nacktbaden nachgehen - ebenso trinkfreudig. Jonas Budrys, ein Angestellter im Saatgutarchiv der Nordischen Genbank auf Spitzbergen, macht sich auf die Suche nach seinem Vater, der in der Taiga in einem russischen Arbeitslager verschollen ist und von dem, so befürchtet Jonas, nur noch "zerkochter, stinkender Fischleim", "nur noch Glibber und Knochen" über sind. Auf eindringliche und unprätentiöse Weise erzählt Hanes von Jonas' Vatersuche. Und bei der Lektüre kriecht die Kälte tatsächlich langsam in die Knochen des Lesers.

Wolfgang Paterno in FALTER 26/2001 vom 29.06.2001 (S. 60)


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