Bonbon aus Wurst
Mein Leben

von Helge Schneider

Derzeit nicht lieferbar

Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum: 01.05.2009

Rezension aus FALTER 27/2009

Der Jazzkomiker mit Hobby Bücherschreiben hat sich entschieden, seine Memoiren noch einmal zu verfassen. 17 Jahre nach "Guten Tach. Auf Wiedersehen" legt er neue Erinnerungen vor, deren Wahrheitsgehalt über weite Strecken jedoch fragwürdig ist. Sind seine Ländereien wirklich so riesig, ist seine Ehe derart zerrüttet? "Bonbon aus Wurst" muss man wohl, wie alle Werke des Vielschreibers, als reine Improvisation verstehen: ein Hirn auf Autopilot. Der Autor hatte am Beginn eines Satzes wohl in den seltensten Fällen eine Ahnung, wo er am Ende angekommen sein würde: "Man könnte denken, ich quatsche hier so vor mich hin." Ganz genau.
Das spontan Hingeschriebene macht den Reiz der Lektüre aus, bringt aber auch Leerlauf mit sich, sodass man gewisse Passagen irgendwann einfach überspringt. Dazwischen aber gibt es fantastische Stellen, etwa eine Vision der nahen Zukunft : "Konzerte finden dann unter Wasser im Atlantik statt, Grönemeyers Erben haben Taucheranzüge an, seit Geburt, das heißt etwas stärkere Fischhäute, sie singen in der Tiefe von alten Zeiten, als der Bäcker noch Brot buk, anstatt über Computer in die Haushalte zu liefern. Das Brot wird aus einer Art Drucker kommen, ein Brotdrucker, vorher wird es in der Druckerei gescannt."

Sebastian Fasthuber in FALTER 27/2009 vom 03.07.2009 (S. 17)


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