Die souveräne Leserin

von Alan Bennett, Jürgen Thormann

Derzeit nicht lieferbar

Verlag: Patmos
Erscheinungsdatum: 29.08.2008

Rezension aus FALTER 48/2008

Seit auch Elke Heidenreich in einer ihrer vorerst letzten "Lesen!"-Sendungen das Büchlein in die Kamera hielt, hat es Alan Bennetts Queen-Buch "Die souveräne Leserin" sogar auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft (zuletzt: Platz 7) – zu Recht, denn die Idee ist großartig und offenbar geradewegs vom Boulevard geklaut, aber auf literarisch hohem Niveau ausgearbeitet.
Das schmale Buch zeigt die prominente Königin nicht einfach bloß "von ihrer menschlichen Seite", sondern – was wohl noch überraschender wirkt: denkend, aufbegehrend, durchs Lesen schließlich radikal verunsichert. Seit der britische Autor von Fernseh-Comedies, Dramen und mittlerweile auch feinster Prosa sie den Bibliotheksbus der Gemeinde entdecken lässt, fällt die Queen quasi aus der Rolle. Sie will nicht mehr nur repräsentieren und ärgert sich bald schon über Premierminister, die nicht lesen – worüber soll sie sich dann unterhalten? Nach dem Lesen entdeckt sie auch noch das Schreiben.
Wenn man Alan Bennett, Jahrgang 1934, auf dem Foto im Buch sieht, wie er gerade sein Schwein an der Leine spazieren führt, ahnt man, welche Art von Humor ihn umtreibt. Wer trotzdem lieber hören will statt lesen, startet mit Jürgen Thormann vielleicht ­etwas zu gut gelaunt in den Text. Auf längerer Strecke wirkt seine Diktion aber erfrischend.

Anja Hirsch in FALTER 48/2008 vom 28.11.2008 (S. 24)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Die souveräne Leserin (Alan Bennett, Ingo Herzke)

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