Der nackte Berg
Nanga Parbat - Bruder, Tod und Einsamkeit

von Reinhold Messner

€ 13,40
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Verlag: Piper
Format: Taschenbuch
Genre: Ratgeber/Sport/Sonstige Sportarten
Umfang: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.06.2003

Über 8000 Meter ist er hoch, der magische Nanga Parbat. Seine mächtige Rupalwand, die mehr als vier Kilometer in die Tiefe fällt, hat Reinhold Messner als Erster durchstiegen. Doch bis heute ruft sie die Erinnerungen an das Jahr 1970 wach, an die dramatischen Geschehnisse, die den Extrembergsteiger nicht loslassen, denn damals musste er fassungslos und ohnmächtig den schrecklichen Tod seines Bruders durch eine Lawine mit ansehen. Drei Jahrzehnte später erinnert er sich – an den Bruder, an das schreckliche Erlebnis am Nanga Parbat, an eine Tragödie, die am Anfang von Messners Identität als Grenzgänger steht.

Rezension aus FALTER 25/2003

... Vor gut einem Jahr tönte es noch etwas anders aus seinem Mund. In einer Covergeschichte des Nachrichtenmagazins profil, das als erstes Medium den wieder aufgebrochenen Konflikt zwischen den ehemaligen Expeditionskameraden im April 2002 dokumentierte, hatte der Grenzgänger wissen lassen: "Mir soll eine Diskussion, wie sie jetzt forciert wird, nur recht sein. Sie wird meinem Buch ,Der nackte Berg' nur weitere Leser bringen." Tatsächlich haben sich die Debatten für Messners vorletztes Nanga-Parbat-Werk, das im Frühjahr 2002 erschien, buchstäblich ausgezahlt: Das auch literarisch bemerkenswerte Buch war wochenlang in den Bestsellerlisten. Und die Taschenbuchausgabe, die dieser Tage erschien, stieg gleich auf Platz elf der in Deutschland bestverkauften Taschenbücher ein.

Dieses semifiktionale Buch ("sein weitaus bestes", wie die Hamburger Zeit anerkennend schrieb), in dem sich Messner mit seinen anstrengungsbedingten "Halluzinationen" in gewisser Weise eine Hintertüre offen gelassen hat, war einer von mehreren Auslösern für die neuerliche Diskussion um den Tod von Günther Messner, die womöglich ein weiteres Mal die Gerichte beschäftigen werden. Denn bereits vor dreißig Jahren hatte der Bruder eine Reihe von Verfahren gegen den Expeditionsleiter Karl Maria Herrligkoffer angestrengt und allesamt verloren. Anlässlich der Präsentation eines neuen Buches über eben diesen Herrligkoffer hat Messner vor knapp zwei Jahren die ganze Geschichte wieder ins Rollen gebracht: Er gab den Teilnehmern der Expedition eine Teilschuld am Tod des Bruders. Außerdem, so Messner, hätten einige nichts dagegen gehabt, wenn die beiden Messners nicht mehr aufgetaucht wären.

Klaus Taschwer in FALTER 25/2003 vom 20.06.2003 (S. 58)


Rezension aus FALTER 13/2002

Nicht mehr und nicht weniger als "das Schlüsselerlebnis meines Lebens" war für Reinhold Messner die Besteigung des Nanga Parbat (8125 m) im Jahr 1970. Zumindest behauptet er das in seinem neuesten, etwas schlampig lektorierten Buch "Der nackte Berg", das von der hochdramatischen Expedition berichtet. Unter der Leitung des vom Berg besessenen Karl Herrligkoffer, der in Messners Darstellung gar nicht gut wegkommt, machen sich der Südtiroler und sein jüngerer Bruder Günther an die Erstdurchsteigung der 4500 Meter hohen Rupalflanke. Die beiden erreichen den Gipfel; der Bruder ist dort aber so fertig, dass die beiden eine neue Abstiegsroute wählen müssen. Wie durch ein Wunder scheinen beide die Verzweiflungstat zu überleben, ehe der Bruder von einer Eislawine getötet wird. Und auch Messner, der letztlich sieben Zehen verlieren sollte, entrinnt nur denkbar knapp: "Es war eine Grenzüberschreitung vom Diesseits zum Jenseits, vom Leben zum Tod, vom Tod zum Leben."

Klaus Taschwer in FALTER 13/2002 vom 29.03.2002 (S. 60)


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