Neue Wissensordnungen
Wie aus Informationen und Nachrichten kulturelles Wissen entsteht

von Olaf Breidbach

€ 10,30
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Verlag: Suhrkamp
Format: Taschenbuch
Genre: Philosophie/20., 21. Jahrhundert
Umfang: 182 Seiten
Erscheinungsdatum: 22.09.2008

Rezension aus FALTER 46/2008

Bekanntlich leben wir in einer Informationsgesellschaft – in der aber nichtsdestoweniger immer weniger gewusst wird. Es fehlt uns ein System, das die Unzahl an "In-Formationen", also Einprägungen, auch zu strukturieren und damit nutzbar zu machen vermag. Wissen, sagt Olaf Breidbach, ist interpretierte, evaluierte Information. Und diese Interpretation sei heute nur noch in einer offenen, relationalen Ordnung möglich, die auch der dynamischen, vernetzten Organisation unseres Gehirns entspricht. Sie gibt kein System vor, sondern "konstituiert es in und aus sich je neu".
Damit haben die alten Wissensordnungen, die religiös begründet und hierarchisch aufgebaut waren, ihre Erklärungsfunktion verloren – und zwar spätestens seit Darwin die Ordnung der Natur von den Höhen des Absoluten auf die Evolution und damit die Geschichte (und ihre Zufälle) zurückverwies.
Breidbach pflügt sich in kurzen, mit Abstrakta wie "Vernetzungen", "Konstruktionen" oder "Holismen" übertitelten Abschnitten sowohl begrifflich als auch kulturhistorisch – von Robert Fludd über Hegel und Darwin bis Foucault und Thomas Kuhn – durch dieses trockene Terrain. Leicht zu lesen und verdauen ist das nicht. Aber ein Ausgangspunkt für ein neues Verständnis von Wissen allemal.

Kirstin Breitenfellner in FALTER 46/2008 vom 14.11.2008 (S. 21)


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