Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung

von Charles Taylor, Jürgen Habermas, Amy Gutmann, Stephen C. Rockefeller, Michael Walzer, Susan Wolf

€ 16,50
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Übersetzung: Reinhard Kaiser
Verlag: Suhrkamp
Format: Taschenbuch
Genre: Philosophie/20., 21. Jahrhundert
Umfang: 165 Seiten
Erscheinungsdatum: 17.08.2009

Rezension aus FALTER 38/2009

Philosophie des Multikulti

Die Philosophie kam wie immer zu spät. 1971 erklärte der liberale Premierminister Kanadas, Pierre Trudeau, die "Politik eines zweisprachigen Multikulturalismus" zur Leitlinie der Politik seines Landes. Ende der 80er-Jahre wurde sie im Grundgesetz verankert. 1990 erörterte der kanadische Philosoph Charles Taylor deren historische Grundlagen. Der profilierte Kritiker des orthodoxen Liberalismus versuchte zu zeigen, dass das bloß formale Prinzip einer gleichen Würde des Menschen nicht genügt, um eine moderne Gesellschaft ethisch zu fundieren. Das hat nicht jeden überzeugt. Auch überschätzte Taylor branchenüblich den Einfluss der Philosophie auf die Kultur. Doch die kraftvolle, suggestive Terminologie, mit der er das Problem ergründete, machten das Buch zum Referenztext der folgenden Debatten.

Sebastian Kiefer in FALTER 38/2009 vom 18.09.2009 (S. 18)


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