Die Zukunft von Arbeit und Demokratie

von Ulrich Beck

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Verlag: Suhrkamp
Format: Taschenbuch
Genre: Soziologie
Umfang: 447 Seiten
Erscheinungsdatum: 22.11.1999

Heute dies, morgen jenes tun, morgens zu fischen, nachmittags zu putzen und abenks kritische Kritik zu üben, ohne je Fischer, Putzfrau oder Journalist zu sein - ist das das neoliberalie Ideal des ›flexiblen Menschen‹? Oder die Marxsche Vision von der ›postkapitalistischen Gesellschaft‹? In diesem Buch wird die Frage aufgeworfen, wie nach dem Ende der Normarbeit die Gesellschaft der pluralen Tätigkeiten möglich wird. Ulrich Beck ist einer der weltweit anerkannten Soziologen. Sein 1986 erstmals veröffentlichtes Buch Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne brachte ein neues Zeitalter auf den Begriff. Dieses Konzept machte ihn international und weit über akademische Kreise hinaus bekannt. Zwanzig Jahre später erneuerte und erweiterte er seine Zeitdiagnostik in Weltrisikogesellschaft. Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit im Zeichen von Terrorismus, Klimakatastrophen und Finanzkrisen. Er war zwischen 1997 und 2002 Herausgeber der Reihe Edition Zweite Moderne im Suhrkamp Verlag. Zwischen 1992 und 2009 war Beck Professor für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 1999 bis 2009 fungierte Ulrich Beck als Sprecher des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Sonderforschungsbereichs Reflexive Modernisierung. Vom Europäischen Forschungsrat wurde Ulrich Beck 2012 ein Projekt zum Thema Methodologischer Kosmopolitismus am Beispiel des Klimawandels mit fünfjähriger Laufzeit bewilligt. Beim Weltkongress für Soziologie 2014 in Yokohama erhielt Ulrich Beck den Lifetime Achievement Award – For Most Distinguished Contribution to Futures Research der International Sociological Association. Ulrich Beck wurde am 15. Mai 1944 in Stolp in Hinterpommern geboren. Nach seinem Studium der Soziologie, Philosophie, Psychologie und Politikwissenschaft in München promovierte er dort im Jahr 1972. Sieben Jahre später wurde er im Fach Soziologie habilitiert. Sein wissenschaftliches Hauptinteresse galt dem Grundlagenwandel moderner Gesellschaften. Diese grundlegenden Veränderungen faßte er, neben dem Begriff des Risikos, unter anderem mit Konzepten wie Reflexiver Modernisierung, Zweite Moderne, unbeabsichtigte Nebenfolgen und Kosmopolitismus. Ihm wurden mehrere Ehrendoktorwürden europäischer Universitäten und zahlreiche Preise verliehen. Er starb am 1. Januar 2015.

Rezension aus FALTER 7/2000

Einer der utopisch anmutenden Lösungsvorschläge von Gorz - die Entkoppelung der Höhe des Einkommens von der Länge der Arbeitszeit - ist im Konzept der "Bürgergesellschaft" des deutschen Soziologen Ulrich Beck weitergedacht worden. Ausgehend von der Diagnose, dass der wild gewordene Neoliberalismus gerade auch in Sachen "Schöne neue Arbeitswelt" zu einer "Brasilianisierung" Europas führe, plädiert der Münchner Soziologieprofessor für die Einführung freiwilliger "Bürgerarbeit".Das Konzept "Bürgerarbeit" gibt es auch im Regierungsprogramm der FPÖVP-Koalition, allerdings ganz und gar nicht im beckschen Sinne einer gemeinsamen "Zukunft von Arbeit und Demokratie". Was bei ihm als bewusste Aufwertung alternativer Arbeitsformen gedacht ist, läuft bei Khol & Co. de facto auf eine Diskreditierung von Tätigkeiten im Sozial- und Pflegebereich hinaus. Und an die Stelle der Freiwilligkeit und des "schöpferischen Ungehorsams" (Ulrich Beck) tritt im blau-schwarzen Österreich - der Zwang.

Klaus Taschwer in FALTER 7/2000 vom 18.02.2000 (S. 66)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Schöne neue Arbeitswelt (Ulrich Beck)

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