Nootebooms Hotel

von Cees Nooteboom

€ 20,60
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Übersetzung: Helga van Beuningen
Verlag: Suhrkamp
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Umfang: 528 Seiten
Erscheinungsdatum: 02.10.2000

Nootebooms Hotel hat viele Zimmer, in denen er auf seinen Reisen um die Welt abgestiegen ist. In allen hat er geschrieben, hat aus den Fenstern gesehen und beobachtet. Was auf den Reisen dieses Schriftstellers geschieht und was er notierend festhält, ist: Blick in die Welt, auf Geschichten, Bilder und Natur, auf Menschen, die, alle auf ihre eigene Weise, bemerkenswerte Gestalten sind; sie finden im Kosmos eines einzigartigen Beobachters Platz und treten durch ihn vor die Augen seiner Leser. Ob Nooteboom von seinen Begegnungen mit Bruce Chatwin, Mary McCarthy und Umberto Eco erzählt, ob er mit einem alten Kahn durch Gambia tuckert, mit Fellini durch Rom geht oder Patres in Peru und Bolivien besucht, ob er über Frida Kahlo oder Vermeer schreibt, über Fotografie und Literatur, oder ob er unterwegs ist nach Piemont, in die Sahara oder, gleich um die Ecke, zum Schloß Groeneveld - immer sind hier, in jeden Text, 40 Jahre Reise-, Seh-, Denk- und Schreibarbeit eines modernen Nomaden eingeflossen." Cees Nooteboom wurde am 31. Juli 1933 in Den Haag geboren. 1955 erschien sein erster Roman (Philip en de anderen), der drei Jahre später auch in Deutschland unter dem Titel Das Paradies ist nebenan veröffentlicht wurde (und 2003 in der Neuübersetzung von Helga van Beuningen unter dem Titel Philip und die anderen erneut eine große Lesergemeinde fand). Nooteboom berichtete 1956 als junger Autor über den Ungarn-Aufstand, 1963 über den SED-Parteitag, und fünf Jahre später über die Studentenunruhen in Paris (gesammelt in dem Band Paris, Mai 1968). Seine inzwischen in mehreren Bänden gesammelten Reiseberichte, die weniger Reportagen als vielmehr von genauer Beobachtung getragene, reflektierende Betrachtungen sind, festigten Nootebooms Ruf als Reiseschriftsteller. 1980 fand Nooteboom zurück zur fiktionalen Prosa und erzielte mit dem inzwischen auch verfilmten Roman Rituale (Rituelen) große Erfolge. Sein umfangreiches Werk, das in viele Sprachen übersetzt ist, umfaßt Erzählungen, Berichte, Gedichte und vor allem große Romane wie Allerseelen (Allerzielen). Die neun Bände seiner Gesammelten Werke enthalten neben den bereits publizierten Büchern zahlreiche erstmals auf deutsch vorliegende Texte. Der Quarto-Band Romane und Erzählungen versammelt die gesamte fiktionale Prosa des Autors. Cees Nooteboom lebt in Amsterdam und auf Menorca.

Rezension aus FALTER 49/2000

"Warmes Herz und kaltes Auge", so lautet der Titel des gelungenen Chatwin-Porträts von Cees Nooteboom, das nun in der neuen Text-Kompilation"Nootebooms Hotel" erstmals auf Deutsch abgedruckt ist. "Warmes Herz und kaltes Auge" - damit ist aber auch Nooteboom selbst gut beschrieben, der hierzulande vor allem durch seine Bücher "Rituale" und "Die folgende Geschichte" bekannt wurde. Denn der heute 67-jährige Niederländer ist ein genauer und geschulter Betrachter mit großem Einfühlungsvermögen, der in der Literatur genauso zu Hause ist wie in der Kunst: Seine Texte über die Malerei Edward Hoppers oder Frida Kahlos zeugen davon ebenso wie Berichte von Begegnungen mit Mary McCarthy und Umberto Eco oder mit den Romanuniversen von Marcel Proust und Uwe Johnson.
Darüber hinaus verfasst Nooteboom, der in Amsterdam, auf Madeira, vor allem aber in Hotelzimmern rund um den Globus zu Hause ist, seit vierzig Jahren auch spannende Berichte und Reportagen aus aller Welt. Einige davon - über Flussfahrten in Gambia, Kameltreiber am Rande der Sahara oder Patres in Peru - kann man, erstmals ins Deutsche übersetzt, in "Nootebooms Hotel" nachlesen.

Klaus Taschwer in FALTER 49/2000 vom 08.12.2000 (S. 61)


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