Die russische Fracht
Roman

von Oleg Jurjew

€ 23,50
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Übersetzung: Elke Erb
Übersetzung: Olga Martynova
Verlag: Suhrkamp
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Umfang: 220 Seiten
Erscheinungsdatum: 23.02.2009


Rezension aus FALTER 33/2009

Auf der Flucht vor der russischen Mafia geht der 27-jährige Wenja Jasytschnik (russisch für Heide) in St. Petersburg an Bord eines ukrainischen Frachters. Auf der Fahrt durch die Ostsee nach Kiel stellt sich heraus, dass die Atenov ein Geisterschiff ist: An Bord befinden sich lebende Leichen in Kühlschränken, Gogol'sche Seelenaufkäufer, geheimnisvolle Vertreter der AgrarExportTransit GmbH, die Bologneser Hündchen beim Zoll als japanische Zwergschafe ausgeben, um das Importverbot zu umgehen.
Dergleichen ­Täuschungsmanöver erhebt der in Frankfurt lebende Oleg Jurjew in seinem dritten Roman zum Erzählprinzip. Der gescheiterte Geschichtestudent erlebt auf diesem "Fliegenden Holländer" fantastische Wiedergeburten zwischen Rausch und Traum, ist dabei aber immer auf der Suche nach der in der Ostsee versunkenen Stadt Vineta (sein Dissertationsthema), bei der ihm schon auch mal Peter der Große oder sein von den Toten auferstandener Vater mit einem israelischen Submarine hilft und ihn vor blutrünstigen Oligarchen, abtreibungswilligen Polinnen und hitlerbegeisterten estnischen Grenzern rettet. Gogol, Bulgakow, Melville und Ahasver lassen grüßen, gemixt mit Sowjet-Underground-Kultur. Ein unersättlich anarchisches, zuweilen abstruses Lesevergnügen auf hoher Wörtersee.

Veronika Seyr in FALTER 33/2009 vom 14.08.2009 (S. 15)


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