How to be a girl
stark, frei und ganz du selbst

von Julia Korbik

€ 15,50
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Empf. Lesealter: ab 13 Jahre
Verlag: Gabriel in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Format: Taschenbuch
Genre: Kinder- und Jugendbücher/Sachbücher, Sachbilderbücher/Religion, Philosophie, Psychologie
Umfang: 160 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.09.2018

Rezension aus FALTER 10/2019

Feminismus für Teenager

Wer rund um den Frauentag oder einfach so der pubertierenden Tochter eine altersgerechte Einführung in den Feminismus in die Hand geben möchte, dem kann man Julia Korbiks neues Buch empfehlen. „How to Be a Girl – stark, frei und ganz du selbst“ richtet sich an 13- bis 16-jährige Mädchen.

Julia Korbik, Jahrgang 1988, eine Berliner Journalistin und Bloggerin, hat schon mehrere Bücher zum Thema geschrieben. Das erste war das vielgelobte „Stand Up. Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene“ aus 2014. Im vergangenen November wurde Korbik mit dem Luise-Büchner-Preis für Publizistik ausgezeichnet.

In „How to Be a Girl“ ist das Themenspektrum breit, es reicht von „Mein Körper gehört mir“ über „Augen auf für kleine und große Ungerechtigkeiten“ bis zur Geschichte der Frauenbewegung und vielen Beispielen starker Frauen. Manchmal hat sich die Autorin wohl etwas zu viel für ein einziges Buch vorgenommen. Kurz-Ratgeberseiten zu Konsumwahn oder zu Selfcare-Ritualen hätte es in diesem Buch nicht unbedingt gebraucht. Auch die Entscheidung wohl des Verlags, den Porträts wichtiger Frauen stilisierte Zeichnungen zur Seite zu stellen, war nicht die beste: Wer einmal ein Foto von Frida Kahlo gesehen hat, vergisst diese Erscheinung nicht mehr. Die netten, aber stark verhübschenden Zeichnungen können solche Eindrücke nicht vermitteln.

Doch genug gemäkelt. Julia Korbik gelingt es jedenfalls, den Blick auf scheinbar Selbstverständliches zu lenken. Dass Mädchen, die egal auf welche Art unbequem werden, als „zickig“ abgekanzelt werden. Dass in Sexdingen tatsächlich oder angeblich flexible Frauen immer noch „Schlampen“ genannt werden, ein Wort, für das kein männliches Äquivalent existiert.

Vor allem will Korbik den Bandengeist wecken: „Freundinnenschaft vs. Girl Hate“. Die Autorin erzählt, sie selber bilde sich manchmal aus eigener Unsicherheit ein, bestimmte Frauen seien sicher arrogant oder selbstzufrieden. Doch genau so etwas trage dazu bei, „dass Mädchen sich selbst und andere Mädchen klein halten und sich untereinander bekämpfen“ – anstatt die Welt zu erobern. Lernt sie die arrogant gewähnten Frauen dann kennen, entpuppten die sich meistens als ganz anders. Verbündet euch, Mädels!, lautet eine der wichtigsten Botschaften des Buches. Gut so!

Gerlinde Pölsler in FALTER 10/2019 vom 08.03.2019 (S. 38)


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