Detransition, Baby

Roman | Der New York Times-Bestseller | Nominiert für den Women's Fiction Prize | Mit dem PEN/Hemingway Award ausgezeichnet
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Kurzbeschreibung des Verlags:



»Einer der gefeiertsten Romane des Jahres.« Time





Reese und Amy sind ein glückliches Paar, zwei trans Frauen in New York, mit dem Traum von einer Familie. Doch dann entscheidet sich Amy, wieder als Mann zu leben, und die Liebe zerbricht. Als drei Jahre später Amesʻ Chefin Katrina unerwartet von ihm schwanger wird, fasst Ames einen Plan: Warum ziehen sie das Kind nicht gemeinsam groß, zu dritt?



»Torrey Peters erkundet unerschrocken die Abgründe der Geschlechterdefitinion und lotet das Prinzip Elternschaft neu aus.« Meike Schnitzler, Brigitte, 27.04.2022



»[Torrey Peters ist] eine Stimme der Vernunft. Mit ihrem universalistischen Anspruch verhandelt sie Geschlechter(de)transitionen als das, was sie wirklich sind: Veränderungen.« Hengameh Yaghoobifarah Habibitus, taz, 05.05.2022



»Detransition, Baby stellt unsere Vorstellungen
von Familie auf den Kopf.«

The New York Times



»So gut, dass ich schreien möchte!«
Carmen Maria Machado 

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FALTER-Rezension

Aus James wird Amy und dann Ames: Toller Roman über Trans-Identität

Die Romanheldin Reese legt eine Tablette in eine pastellfarbene Antibabypillen-Packung. Die Trans-Frau macht dabei ein Video und schickt es an ihren Lover. Die Fantasie einer Schwangerschaft turnt das heimliche Paar an.

Aber es ist nicht die Pille, sondern ein Medikament, das eine HIV-Infektion verhindert. Absurderweise erlebt Reese die Ansteckungsgefahr als geil. Sie fühle sich dadurch mehr wie eine Cis-Frau, die beim Sex ja ständig Angst vor einer "lebensverändernden" Befruchtung haben muss.

Willkommen im Kosmos des tragikomischen Romans "Detransition, Baby". Das Kinderkriegen dient der US-Autorin Torrey Peters darin als existenzieller Angelpunkt. "Detransition" bezeichnet den Prozess, wenn jemand geschlechtsmodifizierende Hormone nimmt, dann aber absetzt und die "Transition" so stoppt.Im Beziehungs-Bermudadreieck des Buchs durchläuft Ames diesen Prozess. Der PR-Fachmann mit Taufnamen James spritzt einige Jahre Östrogen und lebt als "Amy"; dann lässt er die Hormone sein, wird zu Ames und schwängert ungewollt seine Chefin.

Ein Hetero-"Cowboy" begehrt eine Trans-Frau mit Penis, diese fühlt sich extra weiblich, als sie geschlagen wird. Dann wollen eine Cis-Schwangere, ein detransionierter Trans-Mann und eine Trans-Frau eine queere Familie gründen. Peters fächert ein Spektrum an Sehnsüchten, Lüsten, Ängsten und niederen Gefühlen auf, das den Klischees der "normalen" Gesellschaft nicht entgegensteht, sondern ihren unterirdischen Strom bildet.

Dabei verlässt die 1981 geborene Trans-Autorin nie der Humor. Besonders der flotte Perspektivwechsel macht Peters' Buch zu einem Bringer. Anhand ihrer Antiheldinnen zeigt sie, welche Anpassungs-und Abwehrmechanismen eine transfeindliche Welt gebiert und welchen Preis sie emotional kosten.

Apropos Preis: Als "Detransition, Baby" für den Woman's Prize for Fiction nominiert wurde, protestierten einige Autorinnen gegen die Auszeichnung einer Trans-Frau. Was für ein Trauerspiel!

Nicole Scheyerer in Falter 32/2022 vom 12.08.2022 (S. 28)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783550202049
Ausgabe 1. Auflage
Erscheinungsdatum 31.03.2022
Umfang 464 Seiten
Genre Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Format Hardcover
Verlag Ullstein Buchverlage
Übersetzung Frank Sievers, Nicole Seifert
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