Liebesgespräche

von Ivan Klíma

€ 18,40
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Übersetzung: Anja Tippner
Verlag: Zsolnay, Paul
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Umfang: 240 Seiten
Erscheinungsdatum: 18.03.2002

Was ist die Liebe? Und wie lebt man sie, die große, einzige, wahre? - Die Menschen in Ivan Klímas Erzählungen müssen sich entscheiden, ob sie es wagen, ihr bisheriges Leben für die Liebe aufzugeben oder für immer aufeinander zu verzichten. So wie das Liebespaar Bill und Tereza, er in Australien, sie in Prag. Oder der alte Richter Martin Vacek, der sich in eine junge Frau verliebt, aber seine Frau, die selbst einen Geliebten hat, nicht verlässt. Ivan Klíma beschreibt Momentaufnahmen der Liebe, die eines gemein haben: die Sehnsucht nach Lebensglück und damit auch die Wehmut unerfüllter Träume.

Rezension aus FALTER 28/2002

... Auf höherem Niveau nähert sich ein anderer Prager Autor dem Thema: In lakonisch-klarer Prosa beschreibt der 61-jährige Ivan Klíma in dem Kurzgeschichtenband "Liebesgespräche" 15 Variationen des Zusammenlebens von Männern und Frauen. Das Ferngespräch eines (nicht miteinander) verheirateten Liebespaars wird ebenso protokolliert wie der Dialog eines (zu lange) miteinander verheirateten Ehepaars; ein sterbenskranker reicher Mann will sein Vermögen der jungen Krankenschwester vermachen, lässt sich mit der Entscheidung aber zu lange Zeit; ein 14-jähriges Mädchen lässt sich entjungfern und rächt sich anschließend an dem ungeschickten Liebhaber; ein junger Mann beginnt aus Neugier ein Verhältnis mit einer blinden Frau.

Der Klassiker "Älterer Mann und junge Frau" ist unter diesen "Geschichten über die Liebe und den Tod" die häufigste Variante: ein Literaturprofessor verliebt sich in eine ehemalige Schülerin; eine verheiratete Frau verliebt sich in den alten, invaliden Nachbarn; ein Scheidungsrichter verliebt sich in eine junge Frau, die er gerade geschieden hat. Die Geschichten, die gegen Ende des Buches immer surrealer werden, münden meist in eine trockene Pointe. Der tiefere Witz des Buches liegt in der Erkenntnis, dass die Menschen zu klein sind für ihre großen Gefühle.

Wolfgang Kralicek in FALTER 28/2002 vom 12.07.2002 (S. 52)


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