Fast ein Nomade

von Hans-Georg Behr

€ 18,40
Lieferung in 2-7 Werktagen

Verlag: Zsolnay, Paul
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Umfang: 208 Seiten
Erscheinungsdatum: 04.02.2009

Rezension aus FALTER 16/2009

Als Autor des Standardwerks "Von Hanf ist die Rede" (1982) wird Hans-Georg Behr (Jg. 1937) immer noch gern von Betreibern einschlägiger Websites interviewt. Es wäre aber ungerecht, sein Wirken auf die Verbreitung von Kifferwissen zu beschränken. Behr hat eine Reihe anderer Bücher geschrieben – darunter die autobiografische Geschichte "Fast ein Kind" (2002) übers Aufwachsen unter Patres, die zum Überraschungserfolg wurde. "Fast ein Nomade" ist die Fortsetzung und setzt mit der Flucht des 14-Jährigen aus der Klosterschule ein. Er weiß, wo er hinwill: auf die Akademie. Dort wird er als Maskottchen adoptiert und bekommt eine Schlafkammer. Er streift durchs Wien der frühen 50er-Jahre, geht ins Hawelka, macht Erfahrungen mit "sympathischen Zigaretten". Die Sommerferien vertreibt er sich mit Trips zu Hesse (der eine Enttäuschung ist) und Brecht (super Typ). Nach der Matura reist er über die Türkei nach Persien, Afghanistan und Indien.
Das Buch erzählt die klassische Geschichte eines Suchenden, dem Österreich bald zu klein wird. Freilich ist ihm vieles nur möglich, da der Großvater seine schützende Hand über ihn hält. Und so ist der alte Mann der geheime Held dieser unprätentiös geschriebenen Erinnerungen. Dass der Autor statt "ich" konsequent "man" schreibt, könnte ihm freilich auch als Spleen ausgelegt werden.

Sebastian Fasthuber in FALTER 16/2009 vom 17.04.2009 (S. 21)


Bitte warten...

Sie haben folgendes Produkt in den Warenkorb gelegt:

{{var product.name}}


weiter einkaufen
zum Warenkorb