Das Haus am Onegasee

von Mariusz Wilk

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Verlag: Zsolnay, Paul
Genre: Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Erscheinungsdatum: 10.09.2008

Rezension aus FALTER 49/2008

Schon seit 15 Jahren untersucht der polnische Journalist Mariusz Wilk die Mysterien der russischen Seele. Nach seinem ersten Buch, "Schwarzes Eis", für das er als Beobachtungsposten die Solowezki-Insel im Eismeer wählte, zog er vor sechs Jahren an den Onegasee in Karelien. Er renovierte ein riesiges altes Holzhaus und begann einen aufregenden Überlebensversuch mit Roden, Pflanzen, Jagen und Fischen in einer fast menschenleeren Region, in der der Winter acht Monate dauert, der Sommer dagegen als eine kurze Orgie von Wachstum, Hitze und Ernte erlebt wird.
Im Zusammenleben mit der Urbevölkerung versucht Wilk das große, ganze Russland zu verstehen, seine glorreiche Geschichte und deren Widersprüche, die Grausamkeiten der Sowjetzeit und die Gegenwart des neuen Raubkapitalismus. Die beklemmenden Bedingungen des sterbenden russischen Dorfs mit Arbeitslosigkeit und Alkoholismus und der hemmungslosen Ausbeutung der Wälder und Bodenschätze stehen in krassem Gegensatz zu den atemberaubenden Natureindrücken.
Durch Beobachtung und Lektüreberichte gelingt es Wilk, ein breitangelegtes Fresko der nördlichen Welt mit ihren Schamanen, Bänkelsängern, Altgläubigen und vorchristlichen Animisten zu entwerfen, diese unwirtliche Gegend so anziehend darzustellen, dass es einen kaum zuhause hält ...

Veronika Seyr in FALTER 49/2008 vom 05.12.2008 (S. 24)


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