Die Alles ist möglich-Lüge
Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind

von Susanne Garsoffky, Britta Sembach

€ 18,50
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Verlag: Pantheon
Format: Hardcover
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft
Umfang: 256 Seiten
Erscheinungsdatum: 08.09.2014


Rezension aus FALTER 50/2014

Die Familie braucht neue Strukturen

Natürlich sind Beruf und Familie zu vereinbaren, im derzeitigen Arbeitsmodell mit dem Primat der Vollzeit und Anwesenheitspflicht allerdings mehr schlecht als recht. Susanne Garsoffky und Britta Sembach gehen in ihrem gut recherchierten und angenehm unaufgeregt geschriebenen "Wutbuch" aber dennoch so weit zu behaupten, dass es derzeit zwischen Beruf und Familie nur ein "Nebeneinander zweier völlig unterschiedlicher Lebensbereiche" geben könne. Die beiden Journalistinnen legten selbst beachtliche Karrieren hin, bevor sie selbst beschlossen, den hohen Preis, den es kostet, alles haben zu wollen, nicht mehr zu zahlen. Sie traten beruflich kürzer, obwohl ihre Kinder schon pubertierten.
Ihre Kritik zielt auf das Leitbild des au­tarken, erwerbsfähigen Erwachsenen und die damit einhergehende Abwertung der Fürsorge und die Aushöhlung des Solidaritätsgedankens. Sie plädieren für eine Zukunft, in der Powerfrauen keine weiblichen Klone von männlichen Alphatieren mehr sein müssen, Teilzeit für beide Geschlechter attraktiv gemacht und Arbeitsbiografien den Lebensphasen angepasst werden, präsentieren aber auch Detailvorschläge wie etwa jenen, dass Konferenzen nur vor 16 Uhr abgehalten werden. "Arbeit muss sich auch an Familie orientieren und nicht nur umgekehrt. Den Rahmen dafür setzt die ­Politik."

Kirstin Breitenfellner in FALTER 50/2014 vom 12.12.2014 (S. 56)


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