Über die Kunst seinen Chef anzusprechen und ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten

von Georges Perec

€ 15,50
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Übersetzung: Tobias Scheffel
Verlag: Klett-Cotta
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Umfang: 110 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.12.2009

Rezension aus FALTER 44/2009

Georges Perec (1936–1982) unterwarf seine Arbeit als Angehöriger der Oulipo-Gruppe formalen Zwängen, agierte innerhalb des Korsetts jedoch ausgesprochen lustvoll. Aus seinem Nachlass entstammt der vorliegende Text, der sich als Parodie auf Ratgeberliteratur lesen lässt. Wer tatsächlich wissen will, wie man dem Chef mehr Geld rausleiert, der möge ein anderes Buch konsultieren.
Dafür dringt Perec tief in die Seele des Monsters namens Büro ein. Als strukturelles Merkmal der Angestelltenwelt macht er die Wiederholung aus. So muss der bedürftige Arbeitnehmer zunächst zahlreiche Male mit der Sekretärin plaudern oder den Gang entlangwandern ("so bliebe ihnen nur noch erneut eine runde durch die verschiedenen abteilungen zu drehen deren gesamtheit ganz oder teilweise die organisation bildet die sie beschäftigt und dann nachdenklich wieder in ihr eigenes Büro zurückzukehren"), bis er den Vorgesetzten endlich an dessen Schreibtisch antrifft. Wie die Sache ausgeht, ist da längst schon Nebensache. Ein kleines literarisches Fest, das Situationskomik und tief empfundene Melancholie über die Verhältnisse verbindet. Und das beiliegende Organigramm über den Weg zur Gehaltserhöhung ist ein absurdes Kunstwerk für sich.

Sebastian Fasthuber in FALTER 44/2009 vom 30.10.2009 (S. 20)


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