Ich und andere Irrtümer

Die Psychologie der Selbsterkenntnis
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Kurzbeschreibung des Verlags:

»Erkenne dich selbst!« Dieses Motto des antiken Orakels von Delphi lebt bis heute in den Köpfen vieler Menschen fort. Doch unser Ich ist viel facettenreicher und wandlungsfähiger, als es uns subjektiv erscheint. Anhand vieler Studien und praktischer Beispiele illustriert der Wissenschaftsjournalist Steve Ayan, wie unser Selbstbild entsteht und warum es verzerrt, ja oft sogar falsch ist.
Sie wollen ihr wahres Ich verstehen, um im Einklang damit glücklich zu werden. Doch was, wenn es gar kein wahres Ich gibt? Wie wir uns selbst wahrnehmen, hat weitreichende Folgen für unser Denken, Fühlen und Handeln. Statt ein vermeintlich genaues Profil unseres Ichs zu zeichnen, sollten wir uns die nötige Offenheit bewahren, um die zu werden, die wir sein können. Steve Ayan bietet uns auf Basis der neuesten psychologischen Forschung einen faszinierenden Einblick in die Wissenschaft der Persönlichkeit und Selbsterkenntnis.

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FALTER-Rezension

Wir sind anders, als wir meinen, und das ist gut so

Ratgeber mit den Begriffen „Ich“ oder „Selbst“ im Titel bieten in der Regel Wege zu unserem „wahren Kern“ an – unter der Annahme, dass man nur das Richtige tun könne, wenn man wisse, wer man wirklich sei. Diesen Gemeinplatz hinterfragt Steve Ayan in „Ich und andere Irrtümer. Die Psychologie der Selbsterkenntnis“.

Wie wir zu sein vermeinen, sei nichts Feststehendes, Absolutes, lautet seine These, sondern beruhe stets auf einer Bewertung, die sich aus dem Verhältnis zu anderen ergebe. Zudem würden die Möglichkeiten, sich selbst grundlegend zu verändern, überschätzt. Das belegt der Heidelberger Psychologe und Wissenschaftsjournalist anhand zahlreicher wissenschaftlicher Studien. Es sei nicht nur schwer, sich realistisch einzuschätzen, sondern auch nur bedingt notwendig, lautet sein Fazit. „Wir werden einfach nicht klüger, umgänglicher, kreativer, belastbarer oder sonst was, indem wir in uns gehen und uns selbst erforschen.“ Das liege daran, dass der Geist nicht dazu erschaffen sei, sich selbst zu erkennen, sondern um das Überleben zu sichern, also um zu funktionieren.

Unser Selbstbild sei deswegen notwendigerweise lückenhaft und verzerrt – und zwar zu unseren eigenen Gunsten. „Illusion der moralischen Überlegenheit“ lautet der zugehörige Fachbegriff. Denn bei sich selbst beurteilt man die Absichten, bei anderen jedoch die Taten. Aber das sei an sich nichts Schlechtes, meint Ayan: „Ein geschöntes Selbstbild ist besser als sein Ruf!“ Wer sich für ein wenig klüger und besser hält, als er wirklich ist, wird auch mehr Mut aufbringen, Neues zu wagen, letztlich also mehr erreichen. Allerdings muss die Selbstüberschätzung im Rahmen bleiben, um nicht zu Problemen zu führen.

Eine psychotherapeutisch unterstützte Selbstbeschäftigung empfiehlt Ayan nur bei chronischer Selbstabwertung und überzogenen Ansprüchen. Menschen mit gesundem Selbstbewusstsein hingegen möchte er zu mehr Ignoranz und einem gelasseneren Umgang mit sich selbst, zu mehr Optimismus, Engagement und Akzeptanz einladen. Eine so erhellende wie entspannende Lektüre.

Kirstin Breitenfellner in Falter 35/2019 vom 30.08.2019 (S. 36)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783608963533
Ausgabe 2. Druckaufl.
Erscheinungsdatum 08.09.2019
Umfang 303 Seiten
Genre Sachbücher/Angewandte Psychologie
Format Taschenbuch
Verlag Klett-Cotta
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