Neunprozentiger Haushaltsessig

von Tanja Maljartschuk

€ 18,90
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Übersetzung: Claudia Dathe
Verlag: Residenz
Format: Taschenbuch
Genre: Belletristik/Erzählende Literatur
Umfang: 224 Seiten
Erscheinungsdatum: 03.03.2009

Rezension aus FALTER 16/2009

"Ich bin überzeugt, dass alle Menschen gleich sind, alle gleich blöd", heißt es im Erzählband der ukrainischen Jungautorin Tanja Maljartschuk. Diese Haltung prägt ihre misanthropische Prosa, in der sie grotesk anmutende Geschichten über zwischenmenschliche Beziehungen, Einsamkeit, Armut und Dummheit erzählt: Eines Tages wird ein fanatisch Liebender, der sich danach sehnt, in seine Freundin "hineinzukriechen und nicht zurückzukehren", zu ihrem Muttermal; hantige Dorfbewohner entdecken, dass jenseits der Landesgrenzen nicht der Tod auf sie lauert, sondern hinter den Hügeln die Welt auf sie wartet; und während eine Familie ihr Einkommen mit der Produktion von neunprozentigem Haushaltsessig aufbessert, fantasiert ihr Nachbar von der Apokalypse …
Die szenisch-absurden Erzählungen stehen aber nicht für sich allein, sondern werden oft miteinander – durchaus virtuos – in Bezug gesetzt. Maljartschuk, die nun mit ihrem dritten Buch dem deutschsprachigen Leser vorgestellt wird, porträtiert mit schwarzem Humor Menschen in der Krise, während sich mit jeder Geschichte Raum und Zeit wandeln. Was nach der Lektüre bleibt, sind Einblicke in die Vergeblichkeit des Seins.

Julia Zarbach in FALTER 16/2009 vom 17.04.2009 (S. 21)


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