Muslime in Österreich
Geschichte – Lebenswelt – Religion. Grundlagen für den Dialog

von Susanne Heine, Rüdiger Lohlker, Richard Potz

€ 29,95
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Verlag: Tyrolia
Format: Hardcover
Genre: Religion, Theologie/Weitere Religionen
Umfang: 296 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.02.2012

Mit der evangelischen Theologin Susanne Heine, dem Orientalisten Rüdiger Lohlker und dem Experten für Religionsrecht, Richard Potz melden sich in diesem Buch drei der renommiertesten Kenner der Situation der Muslime in Österreich zu Wort. Anhand von Statistiken, Daten und den Schlagwörtern "Parallelgesellschaft" und "Islamophobie" stellen sie zunächst die demografische und soziologische Situation in Österreich vor, bevor sie einen fundierten Einblick in die Geschichte der Muslime in Österreich geben. Im Anschluss daran wird die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich als gesetzlich anerkannte Religionsgemeinschaft und die islamischen Verbände, Organisationen und Strömungen vorgestellt.
Der nächste Themenblock ist der Lebenswelt der Muslime gewidmet: der Arbeitsplatz, das Krankenhaus, beim Bundesheer. Stichwort Kopftuch: Kollidiert die Freiheit der Religionsausübung mit der Privatsphäre der Arbeitgeber? Was gilt es beim Bau von Moscheen, Gebetsstätten bzw. Friedhöfen zu beachten? Das Ehe- und Familienverständnis der österreichischen Muslime, ihre Speisegebote und Bekleidungsvorschriften, ihre Festtage und der Fastenmonat, aber auch die bevorzugten Medien, ihre Musik und das islamische Finanzgebaren werden angeführt, angereichert mit Studienergebnissen und repräsentativen Statements der Betroffenen.
Um sich interreligiös zu verständigen, braucht es auch das Wissen um die eigene Religion. Deshalb werden im dritten Teil die wichtigsten Glaubenspositionen des Christentums und des Islams kurz beschrieben und ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede hervorgehoben, Formen gemeinsamer spiritueller Praxis erwähnt und die Institutionen angeführt, die bereits seit Jahren einen Dialog führen. Univ.-Prof. Dr. SUSANNE HEINE, geb. 1942, seit 2011 emeritierte Prof. für Praktische Theologie und Religionspsychologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Einer ihrer langjährigen Forschungsschwerpunkte ist der interreligiöse Dialog mit dem Islam. Sie ist Mitglied verschiedener einschlägiger Gremien und Leiterin eines Forschungsprojektes zum Vergleich Islam-Christentum. UNIV.-PROF. DR. RÜDIGER LOHLKER, geb.1959, lehrt Islamwissenschaften an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte seiner Arbeit bilden u. a. islamisches Denken in der Moderne und islamisches Recht. UNIV.-PROF. DR. RICHARD POTZ, geb. 1943, lehrt Rechtsphilosophie, Religions- und Kulturrecht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte sind österreichisches und europäisches Religionsrecht bzw. die Rechtsvergleichung hinsichtlich religiöser Rechte.

Rezension aus FALTER 31/2012

Die Muslime und die Österreicher

Auch wenn es die hitzigen Debatten, etwa zur Beschneidung, nicht vermuten lassen: Am 15. Juli jährten sich "100 Jahre Austro-Islam", wie es die Neue Zürcher Zeitung formulierte. Erst die Feierlichkeiten im Wiener Rathaus anlässlich des Jubiläums erinnerten wieder daran, dass schon die Habsburger den Glauben der "Mohammedaner" in Österreich gesetzlich anerkannten.
Drei der wichtigsten Kenner der österreichischen Muslime haben vor kurzem ein Standardwerk zum Thema vorgelegt. Darin beschäftigen sie sich nicht nur mit dem Islamgesetz und seiner Entstehungsgeschichte – so machte sich schon ein paar Jahre zuvor Bürgermeister Lueger für den Bau einer Moschee in Wien stark –, sondern gehen auf die islamischen Gruppen genauso ein wie auf alle relevanten religiösen und gesellschaftlichen Lebensaspekte.

Stephanie Lehner in FALTER 31/2012 vom 03.08.2012 (S. 14)


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