Esther und Salomon

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Kurzbeschreibung des Verlags:

Sonne, Strand, Meer, Vollmondnächte und die erste große Liebe: Esther und Salomon, zwei Jugendliche, zwei Lebenswelten, auf den ersten Blick könnten sie kaum unterschiedlicher sein. Und doch finden die beiden zueinander. Die eine, Esther, Gast, Fotografin und Tochter von Eltern, die gerade dabei sind auseinanderzudriften und sich im Urlaub nichts mehr zu sagen haben. Der andere, Salomon, Sohn einer Angestellten, Zeichner, geprägt von Krieg und Flucht und traumatisierenden Erlebnissen. Beide verantwortlich für zwei kleine Mädchen, die sich mit all den Gefühlen und all der Zuneigung noch viel leichter tun. Einen unbeschwerten kindlich-naiven Gegenpol bilden zu all den gravierenden Problemen der Erwachsenen.
Den ersten Teil bis zum Ende des Urlaubs erzählt Esther und findet in Polaroids einen Ausdruck für ihre Gedanken und Gefühle. In Salomons Skizzenbuch wird die Geschichte weitererzählt – geht die Geschichte weiter? Denn da ist auch die Angst vor der plötzlichen Verletzlichkeit. Vor der Trennung, vor dem Getrennt-Sein …
Wieder einmal gelingt es Elisabeth Steinkellner auf faszinierende Weise, diese ereignisreiche Phase des Erwachsenwerdens in all ihren Dimensionen einzufangen. Verpackt die schier unendliche Fülle an unterschiedlichen Emotionen in einen Versroman, kombiniert mit Fotos und Zeichnungen (von Michael Roher).
Ein kraftvoller, berührender und in jeglicher Hinsicht beeindruckender Roman.
Tipps:
Erwachsenwerden, erste Liebe
Versroman mit Polaroids und Illustrationen
neuer Erzählstil
Auszeichnungen:
Empfehlungsliste des Katholischen Kinder- und Jugenbuchpreises 2022
"Österr. Kinder- und Jugendbuchpreis 2022" - Kollektion
Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien 2021
Jugendbuch des Jahres 2021 (Leporello Lesen CH)
Nominiert für LESERstimmen - der Preis der jungen Leserinnen 2021 (Leseförderungsaktion Bücherverband Österreich)
Wird von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur als Jugendbuch des Monats Juni 2021 empfohlen.
Gehört im Juni 21 zu den „Beste 7 Bücher für junge Leser“, Deutschlandfunk.
DIE ZEIT setzt „Esther und Salomon“ auf die Empfehlungsliste zum LUCHS-Preis
„Esther und Salomon“ wurde von der renommierten Jury auf die Liste „Leselotse – Die besten Bücher für Kids & Teens“ im Börsenblatt gewählt, das Mitte Juli 2021 erschienen ist.

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FALTER-Rezension

Ein Sommer, die Liebe und Salomon

Die Stimmung in Esthers Urlaub ist verbesserungswürdig: „Mama beklagt sich über den miesen Kaffee, Papa beklagt sich über Mamas miese Laune. Flippa spricht eifrig mit den Cornflakes in ihrer Schüssel und ich begutachte den Pickel auf meiner Nase im blank polierten Buttermesser.“ Die 14-Jährige entdeckt gerade den Zynismus und schießt deswegen gleich nach: „Vielleicht sollte ich mir das Messer einfach ins Bein rammen, dann fliegen wir wenigstens vorzeitig zurück.“

Zwischen den Eltern kriselt es. Die Kinder rücken näher zusammen. Durch ihre fünfjährige Schwester lernt Esther Salomon kennen. Bei ihr kann er seine traumatischen Erlebnisse vergessen. Denn Salomon bringt ernste Themen in das Buch: Flucht, Tod, Verlust. Was und wo ist zuhause?

In „Esther und Salomon“ kommt Elisabeth Steinkellner, die nach acht Kinderbüchern bereits ihr fünftes Jugendbuch vorlegt, mit wenig direkter Rede aus. Es liest sich trotzdem recht unmittelbar. Behutsam löst Steinkellner die Form auf. Sie flicht mit Es-thers Fotos aus der Sofortbildkamera sowie Salomons Zeichnungen eine direkte und authentische Ebene ein. Das macht das Buch persönlich.

Das textliche Erscheinungsbild lässt nicht den Eindruck eines kindlichen Tagebuchstils aufkommen. Wenn Sätze bisweilen nicht in einer Wurst, sondern im Versmaß gesetzt sind, verleiht das der Geschichte eine gewisse Schwere und Eleganz. „Ich sitze vor gepackten Koffern / und kann nicht glauben, / dass ich dieselbe bin / wie vor zwei Wochen. // Ich bin es nicht.“ Ob Teenager nicht eher Emojis statt Emoticons sagen und ob sie Worte wie „Gewehrsalve“ verwenden, ist fraglich, aber nur ein Detail am Rande.

„Esther und Salomon“ erzählt zart vom Sichverknallen und herzzerreißend sanft vom Geschwistersein. Es geht um Schuldgefühle und darum, was Liebe – sei es jene zu Familienmitgliedern oder ein Urlaubsflirt – vermag. Damit kann man sich kaum ein besseres Buch für die Ferien und den melancholischen, bittersüßen Schulstart danach vorstellen. Schön und anspruchsvoll, stimmig und rührend.

Juliane Fischer in Falter 31/2021 vom 06.08.2021 (S. 28)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783702239176
Ausgabe 2021
Erscheinungsdatum 01.03.2021
Umfang 336 Seiten
Genre Kinder- und Jugendbücher/Jugendbücher ab 12 Jahre
Format Hardcover
Verlag Tyrolia
Empf. Lesealter ab 14 Jahre
Illustrationen Michael Roher
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