Sam und die Evolution

Eine kurze Geschichte der Evolutionsbiologie
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Kurzbeschreibung des Verlags:

Evolutionsbiologie – spannend erzählt und toll gestaltet
Eine Wanderung, eine falsche Abzweigung, ein gefundener Käfer – das ist der Ausgangspunkt dafür, dass sich der Jugendliche Sam für Evolutionsbiologie zu interessieren beginnt. Denn seine Käferart hat vor ihm noch niemand entdeckt. Aber wie ist das möglich, im 21. Jahrhundert?
Begleitet von seiner Mutter, die selbst Naturwissenschafterin ist, begibt sich Sam zum Ursprung von allem Leben. Beginnt vor über 2300 Jahren in der Antike bei Aristoteles, geht unter anderem über Carl von Linné, Gregor Mendel sowie natürlich Charles Robert Darwin und hört bei den zeitgenössischen Evolutionsbiologinnen Barbara Rosemary Grant und Katie Peichel auf.
Eingebettet in eine stimmige Geschichte rund um Sam und seine Mutter Fritza gelingt der renommierten Biologin, Schriftstellerin und Übersetzerin Andrea Grill ein griffiger Überblick über die Entwicklung der Evolutionsbiologie. In zehn Großkapiteln bringt sie zentrale Themen und wegweisende Personen gekonnt zusammen, stellt sie in den Kontext ihrer jeweiligen Zeit, erklärt klar und greifbar grundlegende Begrifflichkeiten sowie wesentliche Theorien und Erkenntnisse.
Die zahlreichen Bilder von Raffaela Schöbitz begleiten, unterstützen und erhellen die einzelnen Kapitel. Kurze, comicartige Abschnitte zeigen die einzelnen Wissenschafter:innen in ihrer jeweiligen Umgebung und ermöglichen so ein Gefühl für gesellschaftliche, politische und historische Gegebenheiten. So vielgestaltig-intensiv und flüssig-leicht zugleich wurde ein derart komplexes Thema noch nie präsentiert.
Ein Jugend-Sachbuch der ganz neuen Art.
Tipps:
neuartiges Jugendsachbuch
historisch-fachlich, erzählerisch-leicht
intensiv Illustriert

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FALTER-Rezension

Andrea Grill hat nicht nur ein Dutzend literarischer Werke verfasst und übersetzt, aus Sprachen wie etwa dem Albanischen, sie ist auch Naturwissenschaftlerin, und zwar promovierte Biologin, die an der Universität von Amsterdam über die Schmetterlinge Sardiniens promovierte. Über Schmetterlinge hat sie vor sechs Jahren auch in der wunderbaren Reihe Naturkunden von Matthes &Seitz ein "Porträt" verfasst. Nun verbindet sie ihre beiden Leidenschaften -und erklärt Heranwachsenden kurz vor der Pubertät die Evolution und damit nichts Geringeres als das Leben selbst. "Sam und die Evolution. Eine kurze Geschichte der Evolutionsbiologie" verbindet Sachinformation und Fiktion.
Der 13-jährige Icherzähler Samuel ist der Sohn einer Professorin für Evolutionsbiologie. Auf einer Wanderung verirrt er sich auf den falschen Berggipfel und findet dort einen Käfer. Was andere Mütter grausen oder kalt lassen würde, versetzt Sams Mutter in Entzücken, denn Sam hat eine neue Käferart entdeckt, für die er sogar selbst einen Namen wählen darf. Sam hat Lunte gerochen. Er beginnt, heimlich in der Bibliothek seine Mutter zu stöbern, die für ihn ab sofort nicht mehr bloß seine Mama ist, sondern eine Frau mit einem Beruf, für den sie leidenschaftlich brennt. Deswegen nennt Sam sie von nun an bei ihrem Vornamen, Fritza. Diese Fritza macht sogar krumme Sachen und nimmt Sam mitten im Schuljahr zu einer Konferenz nach Schweden mit. Im Flugzeug holt er sich eine Infektion - und hat infolgedessen noch mehr Zeit, sich mit seinem neuen Hobby zu befassen.

Sams Tagebuchaufzeichnungen werden unterbrochen und ergänzt von liebevollen Zeichnungen der Illustratorin Raffaela Schöbitz, von Infokästen, Comics und Grafiken. Dabei geht es nicht nur um evolutionsbiologisches Grundwissen, sondern auch um die Biografien herausragender Forscher. Fritza ist eine leidenschaftliche Erzählerin. Sie berichtet von Aristoteles, dem Ahnvater der modernen Wissenschaften, und Thomas von Aquin, der aus dem Orden, in den ihn seine Eltern gesteckt hatten, austrat, um Naturforscher und Denker zu werden. Oder von Carl von Linné, der nicht nur als Erster das Wort Biologie verwendet, sondern auch erstmals eine Theorie über die Entstehung von Lebewesen entwickelt hat, die er Evolutionstheorie nannte.

Daneben wird Abstraktes verhandelt: Ideen und Widersprüche, Ordnung und Chaos, der Zusammenhang von Wissenschaft und Religion. Auch Politisches bleibt nicht ausgespart. Forscher aus wohlhabenden Elternhäusern hatten es schon im Mittelalter in der Forschung leichter, betont Fritza, ihr Herz schlägt aber für jene, die sich selbst durchschlagen mussten. Von Charles Darwin gelangt sie zur Friedensaktivistin Bertha von Suttner und Barbara Rosemary Grant oder Katie Peichel und damit zur Frage, warum es so lange dauerte, bis die Beiträge von Frauen zur Evolutionsbiologie gewürdigt wurden.

Das alles ist bisweilen nicht wenig anspruchsvoll, aber auf jeder Seite spürt man, dass hier jemand schreibt, der sich nicht bloß für ein Kinderbuch etwas angelesen hat, sondern aus der Fülle der eigenen Erfahrung und, noch wichtiger, Begeisterung schöpfen kann. Edutainment vom Feinsten!

Kirstin Breitenfellner in Falter 36/2022 vom 09.09.2022 (S. 30)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783702240462
Erscheinungsdatum 01.05.2022
Umfang 152 Seiten
Genre Kinder- und Jugendbücher/Sachbücher, Sachbilderbücher/Naturwissenschaft, Technik
Format Hardcover
Verlag Tyrolia
Empf. Lesealter ab 12 Jahre
Illustrationen Raffaela Schöbitz

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