Die fitten Jahre sind vorbei

Questions & Answers
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Kurzbeschreibung des Verlags:

Wenn vom Austrofred die Rede ist, dann geben sich automatisch die Superlative die Türklinke in die Hand: der Größte, der Härteste, der Stimmgewaltigste, der Meistgeklickte, der liebestechnisch Robusteste.
Aber – und das hat der oberösterreichische Rock-Tausendsassa in einer nachdenklichen Mittlebensphase erst lernen müssen: Es ist verdammt lonely at the top. Also hat er sich entschlossen, in einen ehrlichen, offenen und menschlichen Kontakt mit seinen Fans einzutreten. Was treibt sie? Was bewegt sie? Was erwarten sie vom Leben? Was essen sie als Beilage?
Dieses Buch ist Zeugnis des mutigen Experiments: Die intimen Fragen seiner Fans und die offenherzigen und ehrlichen Antworten des Show-Giganten bieten einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen des Phänomens Austrofred. »Die fitten Jahre sind vorbei« ist ein einzigartiger Bericht aus dem Vorhof einer Performance-Macht und ein Geschenk des Champions an sich selbst.

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FALTER-Rezension

Schlitzohr, Schmähführer, Poet

Seit 20 Jahren gibt Franz Wenzl mit Schnauzer und Freddy-Mercury-Kostümierung den Austrofred. Äußerlich blieb die Kunstfigur – bis auf ein paar Kilo mehr und ein paar Haare weniger – unverändert. Sich selbst ist der zwischen Schlitzohr, Sympathieträger und Mieselsucht angelegte Superstar aus der Provinz treu geblieben. Erstaunlicherweise fällt seinem Schöpfer dennoch immer wieder etwas ein, damit der Champion, wie ihn seine Fans auch nennen, kreativ nicht auf der Stelle tritt.

So hat er lange vor Corona – als Alternative zur Bühnengaudi – begonnen, Bücher zu schreiben. Austrofred war bereits Star seines eigenen Abenteuerromans („Hard On!“), führte einen Briefwechsel mit Mozart („Du kannst dir deine Zauberflöte in den Arsch schieben“) oder verriet seine Überzeugungen („Ich rechne noch in Schilling“). Mit seinen Ansichten hält er nie hinterm Berg.

Auch in „Die fitten Jahre sind vorbei“ scheut er nicht davor zurück, heiße Themen aufzugreifen. Ein paar Stichworte: Klimawandel, Selbstzweifel oder sein Speiseplan (Paniertes in raffinierten Abwandlungen). Er trat dafür in Kontakt mit seinen Fans, die ihm ohne Tabus Fragen stellen durften, die er via Facebook ebenso offen beantwortete.

Es wäre nicht Austrofred, würde es sich bei dem daraus entstandenen Werk um einen Schnellschuss zwecks Geldschneiderei handeln. Der Mann gibt es sprachlich nicht unter Niveau. Manchmal fühlt er sich als Possenreißer verkannt: „Im sogenannten ernsthaften Literaturbetrieb gelte ich oft als reiner Schmähführer mit Hang zu Kraftausdrücken – unfairerweise!“

Komplimente-Fischen hat Austrofred gar nicht nötig. Diese kurzen Meisterstücke, die den Charakter niedergeschriebener mündlicher Erzählungen haben, sind hochwertig formuliert, pointensicher und darüber hinaus von beachtlichem Tiefgang. Wenn er so weitermacht, wird er noch André Heller als letzten Universalkünstler beerben.

Sebastian Fasthuber in Falter 17/2021 vom 30.04.2021 (S. 30)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783707607321
Erscheinungsdatum 21.04.2021
Umfang 192 Seiten
Genre Belletristik/Comic, Cartoon, Humor, Satire/Humor, Satire, Kabarett
Format Taschenbuch
Verlag Czernin
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