Österreichs Wirtschaft von A-Z

von Waltraud Langer, Susanne Spreitzer

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Verlag: Linde Verlag
Erscheinungsdatum: 01.01.2003

Rezension aus FALTER 51-52/2003

Lektüre, die man Überkorrekten, Globalisierungskritikern, Nahostfetischisten, Weltreisenden, Nazijägern und Politjunkies guten Gewissens unter den Christbaum legen kann.

Alternativen zum Weihnachtsevangelium: Die Mitarbeiter der Falter-Politikredaktion empfehlen einige der besten politischen Bücher des abgelaufenen Jahres. Wenig Besinnliches, dafür viel Information.

It's the economy, stupid!

Die brillantesten Streitschriften für und wider den Liberalismus helfen einem nicht weiter, wenn man Begriffe wie BIP und BSP, GATT und GATS, F&E noch immer nicht auseinander halten kann. Die wildeste Tirade darüber, was Multis dem Kleingewerbe in Kambodscha antun, beeindruckt den linken Stammtisch wenig, wenn man nicht auch ausführen kann, was die KMUs - auch so eine blöde Abkürzung - in Österreich so treiben. Und die treffendste Kritik an der Demontage der Sozialstaaten löst nicht die Frage, wie man selbst fürs Alter vorsorgen soll.

Nachhilfe auf diesem Gebiet bieten nun Waltraud Langer, die Wirtschaftschefin der "Zeit im Bild", und ihre Koautorin Susanne Spreitzer an. In ihrem Buch "Österreichs Wirtschaft von A-Z" geben sie einen Überblick über die wichtigsten Branchen, Eckdaten und Trends. Sie beschreiben, wo Österreich im internationalen Vergleich steht. Darüber hinaus erklären sie geduldig alle relevanten Begriffe von Aktien bis Zinsen. Und zwar so, dass es Laien kapieren und Halbgebildete trotzdem noch was lernen. Das liest sich stellenweise natürlich etwas trocken, aber das Buch versteht sich ohnehin eher als Nachschlagewerk. Und diesen Zweck erfüllt das kompakte Taschenbuch hervorragen.

Bei derzeit heiß diskutieren Themen wie der Privatisierung versuchen die Autorinnen alle Sichtweisen darzustellen. Zur weiteren Meinungsbildung wird dann die Homepage der ÖIAG genauso empfohlen wie jene von Attac. Und wer sich jetzt eingestehen muss, dass ihm beide Abkürzungen zwar geläufig sind, er spontan aber nicht sagen könnte, wofür sie genau stehen, der schenkt sich das Buch am besten selbst.

Eva Weissenberger in FALTER 51-52/2003 vom 19.12.2003 (S. 15)


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