Über kurz oder lang
Erinnerungen an Erich Fried

von Catherine Fried

€ 16,50
Lieferung in 2-7 Werktagen

Übersetzung: Eike Schönfeldt
Verlag: Wagenbach, K
Format: Hardcover
Genre: Sachbücher/Kunst, Literatur
Umfang: 120 Seiten
Erscheinungsdatum: 28.08.2008

Rezension aus FALTER 45/2008

"Ich fand ihn ziemlich klein, ziemlich dick und ziemlich hässlich." Trotz eines nicht gerade überwältigenden ersten Eindrucks heiratet die britische Künstlerin wenig später den österreichischen Dichter, der sie mit Knackwurst- und Liptauerbroten umwirbt: Es handelt sich um Erich Fried. Zwei Jahrzehnte nach seinem Tod legt seine dritte und letzte Ehefrau Cathe­rine nun ihre Erinnerungen an das Leben mit dem Lyriker vor – dem Oberhaupt eines weitverzweigten Clans, der nicht nur die Kinder aus drei Ehen umfasst, sondern auch einen riesigen Bekanntenkreis.
Die Schilderungen des knapp an der Kommune vorbeischrammenden Haushalts lesen sich äußerst amüsant, gehen aber weit übers Anekdotische hinaus. Sie lassen Größe und Kleinkariertheit der 68er-Generation lebendig werden, mit ihren endlosen Gleichberechtigungsdebatten, an deren Ende dann doch die Ehefrau des Gastgebers den Tisch abräumt. Erich Fried wird als unermüdlicher Arbeiter gezeigt, der nächtens über seinen Gedichten einschläft, als schrulliger Bastler und Tierfreund sowie Vaterfigur einer Generation linker Intellektueller, der hin und wieder gewünscht haben soll, sein berühmtes Liebesgedicht "Was es ist" wäre ungeschrieben geblieben.

Georg Renöckl in FALTER 45/2008 vom 07.11.2008 (S. 21)


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