Die Demokratie beim Wort nehmen
Der Souverän und der Dissident

Derzeit nicht lieferbar

Verlag: Wagenbach, K
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Gesellschaft
Erscheinungsdatum: 15.04.2004

Rezension aus FALTER 25/2009

Ein Werbespot, eine Stimme

Die Beteiligung an den Wahlen zum Europäischen Parlament war beunruhigend niedrig. Im vorliegenden Buch beschreibt der italienische Journalist und Politologe Paolo Flores d'Arcais 2004, woran es unseren demokratischen Prozessen mangelt. Er kritisiert, dass die Grundvoraussetzungen des Prinzips "One man, one vote" nicht erfüllt werden, weil zum Beispiel Medienoligopole oder soziale Ausgrenzung eine autonome Entscheidung des Bürgers verunmöglichen. Solange die Politik sich scheut, hier Abhilfe zu schaffen, gilt laut d'Arcais "Ein Werbespot, eine Stimme".

Wolfgang Zwander in FALTER 25/2009 vom 19.06.2009 (S. 16)


Rezension aus FALTER 44/2004

Paolo Flores d'Arcais, römischer Philosoph und Berlusconi-Gegner, über die "Lügen der Macht", die Aushöhlung der Demokratie durch Medienmonopole und Regierungschefs, die Staaten wie Unternehmen führen.

Eigentlich ist der römische Philosoph Paolo Flores d'Arcais ein eher ruhiger Typ. Im Gespräch hebt er kaum einmal die Stimme. Umso entschiedener ist er in seiner Opposition gegen Silvio Berlusconi. Gemeinsam mit dem Regisseur Nanni Moretti und anderen initiierte Flores d'Arcais vor etwas mehr als zwei Jahren die Bewegung der "Girotondi", die außerparlamentarische Opposition gegen den Caudillo-haften Premierminister, die Millionen Italiener auf die Straße brachte. Paolo Flores d'Arcais ist Herausgeber der exquisiten linken Kulturzeitschrift MicroMega, die in der Opposition gegen Berlusconi derart an Zuspruch gewann, dass sie zeitweise über 100.000 Exemplare verkaufte. In seinem jüngsten Buch "Die Demokratie beim Wort nehmen" insistiert er noch einmal darauf, dass die "Lügen der Macht" und der Verfall der journalistischen Kultur - in Kombination mit einem Meinungsmonopol - die Demokratie gefährden. Demokratie werde hohl, wenn sie sich nicht auf informierte Bürger stützen kann.

Robert Misik in FALTER 44/2004 vom 29.10.2004 (S. 19)


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