Geister

von Stefano Benni

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Übersetzung: Hinrich Schmidt-Henkel
Verlag: Wagenbach, K
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Umfang: 420 Seiten
Erscheinungsdatum: 06.03.2001

Ein höchst phantasievoller Roman über unsere Zukunft, die Zauberin Melinda, eingefrorene Geister und einen videobesessenen Präsidenten.
Kinder werden mit Hubschraubern zur Schule gebracht, die Kommunikation findet über Kopfhörer und Satelliten statt, die Weltkugel rast um sich selbst. »Per Anhalter durch die Galaxis« war der reinste Sonntagsspaziergang gegen diese unaufhaltsame Höllenfahrt.
Präsident Morton Max bereitet auf der Insel, über die er herrscht, ein Megakonzert vor: zum zehnjährigen Jahrestag des »gerechten virtuellen Krieges«. Aber ein Vulkanausbruch und der Aufstand der Geister vermasseln das Großereignis.
Und von ferne grüßen die armen Teufel aus Dantes Höllenkreisen.
Die wahre Macht ist unsichtbar, und die Welt geht anders unter, als man denkt. Gott sei dank! Stefano Benni wurde 1947 in Bologna geboren, wo er auch heute noch lebt. 1981 publizierte er seinen ersten Lyrikband, erlebte jedoch den literarischen Durchbruch erst zwei Jahre später mit seinem Science-Fiction-Roman »Terra«. Seither zählt Benni zu den erfolgreichsten und bekanntesten Autoren Italiens, wo von seinen Büchern – Romane, Erzählungen und Gedichte – mehr als 2,5 Millionen Exemplare verkauft wurden. Seit 1992 hat er zudem zahlreiche Theaterstücke verfasst, von denen die meisten am Teatro dell'Archivolto in Genua uraufgeführt wurden. 1989 führte er Regie bei dem Film »Musica per vecchi animali«. Benni schreibt regelmäßig Kolumnen für »Panorama« und die Tageszeitung »Il Manifesto«.

Rezension aus FALTER 26/2001

Seit dem 8. Dezember 1980 rast die Erde definitiv ihrem Untergang entgegen. Am Tag, als ein Psychopath John Lennon erschoss, verschwand Gott in den Urlaub. Dieser verdammten Menschheit war einfach nicht mehr zu helfen! Fernsehindustrielle schwingen seither das Regierungszepter. Und Stefano Benni erzählt in seinem Roman "Geister", wie die nimmersatten Medienbosse ihren Marktwert über ein Mega-Open-Air hochtreiben wollen.

Die pickelfreie Teenieband Kindergarden Boys, ein Tenor namens Bombarotti und der im Sauerstoffzelt reisende Michael Teflon sollen und wollen das kriegsmüde Weltvolk auf weitere militärische Interventionen eines Imperums einschwören, das unschwer als NATO zu identifizieren ist. Die Bühne wird auf einer von Krieg und Klimakollaps gezeichneten Insel errichtet. Im Schlepptau der Veranstalter strömen böse Geister herbei; im Schlepptau der gegängelten Einheimischen werden gute Geister aktiv. Es gilt, das am 8. Dezember 1980 aus dem Gleichgewicht geratene Verhältnis zwischen weißen und schwarzen Mächten ins Lot zu bringen. Ganz klar, dass am Ende Gott Recht behält und die menschliche Dummheit obsiegt. "Ich bin weder Optimist noch Pessimist", so Stefano Benni. "Ich bin nur klarsichtig." Der Präsident einer Weltmacht, mit der eindeutig die USA gemeint ist - wer anders könnte auf den roten Knopfzur finalen Apokalypse drücken?

Martin Droschke in FALTER 26/2001 vom 29.06.2001 (S. 60)


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