Geister

von Stefano Benni

€ 21,10
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Übersetzung: Hinrich Schmidt-Henkel
Verlag: Wagenbach, K
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Umfang: 420 Seiten
Erscheinungsdatum: 06.03.2001

Rezension aus FALTER 26/2001

Seit dem 8. Dezember 1980 rast die Erde definitiv ihrem Untergang entgegen. Am Tag, als ein Psychopath John Lennon erschoss, verschwand Gott in den Urlaub. Dieser verdammten Menschheit war einfach nicht mehr zu helfen! Fernsehindustrielle schwingen seither das Regierungszepter. Und Stefano Benni erzählt in seinem Roman "Geister", wie die nimmersatten Medienbosse ihren Marktwert über ein Mega-Open-Air hochtreiben wollen.

Die pickelfreie Teenieband Kindergarden Boys, ein Tenor namens Bombarotti und der im Sauerstoffzelt reisende Michael Teflon sollen und wollen das kriegsmüde Weltvolk auf weitere militärische Interventionen eines Imperums einschwören, das unschwer als NATO zu identifizieren ist. Die Bühne wird auf einer von Krieg und Klimakollaps gezeichneten Insel errichtet. Im Schlepptau der Veranstalter strömen böse Geister herbei; im Schlepptau der gegängelten Einheimischen werden gute Geister aktiv. Es gilt, das am 8. Dezember 1980 aus dem Gleichgewicht geratene Verhältnis zwischen weißen und schwarzen Mächten ins Lot zu bringen. Ganz klar, dass am Ende Gott Recht behält und die menschliche Dummheit obsiegt. "Ich bin weder Optimist noch Pessimist", so Stefano Benni. "Ich bin nur klarsichtig." Der Präsident einer Weltmacht, mit der eindeutig die USA gemeint ist - wer anders könnte auf den roten Knopfzur finalen Apokalypse drücken?

Martin Droschke in FALTER 26/2001 vom 29.06.2001 (S. 60)


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