Kunstverwendung und Kunstlegitimation im archaischen und frühklassischen Sparta

€ 23.1
Lieferung in 7-14 Tagen
-
+
Kurzbeschreibung des Verlags:

Ziel der Untersuchung ist es, eine archaisch-frühklassische Kunstlandschaft nicht als isolierte, auf Formgeschichte reduzierte Konstante zu verstehen, sondern unter dem Leitaspekt der Funktion bildender Kunst im Leben einer Gesellschaft. Ausgangspunkt der Überlegungen ist, daß man sich im Griechenland des 4. Jhs. v. Chr. Sparta als einen Staat vorstellte, in dem die bildende Kunst schon seit 400 Jahren wie nirgends sonst verachtet und regelrecht abgeschafft war. Diese antike Theorie ist das Ergebnis eines Ideologems, das im Sparta des 7. und 6. Jh. v. Chr. seine Wurzeln hat. Kunst wurde wie in keiner anderen antiken Polisgesellschaft zu einem Teil gesellschaftlicher Auseinandersetzungen: zwischen der alten, kultivierten Aristokratie und den militärorientierten Neubürgern. Die Neubürger kämpften als schwerbewaffnete Hopliten, mußten deshalb in den Bürgerverband aufgenommen werden und gewannen mit der Zeit immer mehr politische Machtpositionen für sich. Das kulturelle Lebensideal der hoplitischen Neubürger nimmt zwar gewisse Formen der älteren Aristokratie auf, beginnt aber auch frühere Formen der Kunstverwendung zu verdrängen. Die ursprüngliche Funktion von Kunstwerken wird im Sinne des Wertekonfliktes neu definiert.

weiterlesen
Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783805327367
Erscheinungsdatum 01.01.2001
Umfang 270 Seiten
Genre Geschichte/Altertum
Format Hardcover
Verlag wbg Philipp von Zabern in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
Diese Produkte könnten Sie auch interessieren:
Sabine Schrenk, Ute Verstegen
€ 49,30
Jesús Bermejo Tirado, Ignasi Grau Mira
€ 89,95
Eva Anagnostou-Laoutides, Stefan Pfeiffer
€ 113,95
Thomas L. Gertzen
€ 51,95