Bildung
Alles, was man wissen muß

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Verlag: Eichborn
Genre: Ratgeber/Hobby, Haus/Kreatives Gestalten
Erscheinungsdatum: 26.03.2010

Rezension aus FALTER 41/1999

Während Manfred Fuhrmann in seiner Bildungsgeschichte Fragen nach Form und Inhalt eines heutigen Bildungskanons ausspart, gibt der deutsche Anglist Dietrich Schwanitz mit seinem neuen Buch Antworten – ohne sich allerdings lange mit der Fragestellung aufzuhalten. Zwischen die zwei Buchdeckel von "Bildung. Alles, was man wissen muss" hat der Autor die Gesamtheit jener Wissensbestände gepackt, die er für unverzichtbar hält – und das sind, nebst einigen Benimm- und Lebenshilfe-Ratschlägen, vorwiegend Exzerpte aus Handbüchern zur Geschichte, Literatur, Kunstgeschichte und Musik.
Nicht alle Zutaten des solcherart bereiteten Bildungs-Fastfoods sind ganz frisch, wie etwa das evolutionistische Modell von Kunstgeschichte als Stilgeschichte. Manches, wie etwa die Kenntnis der sechs deutschen Stämme, ist entbehrlich, einiges ist falsch, vieles willkürlich ausgewählt und manches schlichtweg unsäglich. Zur Illustration, S. 482: Torsten liebt Sabine, Torsten studiert Maschinenbau in Aachen, Sabine studiert Kunstgeschichte und Germanistik in den Hauptstädten der Welt und ist nun, weltläufig und belesen zurückgekehrt, vom provinziellen und kulturlosen Techniker so frustriert, dass sie Feministin werden muss.
Schwanitz vulgarisiert und ironisiert was er eigentlich ernsthaft vermitteln will – und deshalb will man von all dem, was man wissen muss, eigentlich nicht so wirklich wissen.

Peter Iwaniewicz in FALTER 41/1999 vom 15.10.1999 (S. 31)


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