Kindheitsmuster
Gelesen von Christa Wolf. Gekürzte Lesung

von Christa Wolf

Derzeit nicht lieferbar

Verlag: Random House Audio
Erscheinungsdatum: 06.03.2009

Rezension aus FALTER 32/2009

Manche halten diese biografische Fiktion für den wichtigsten Beitrag zur DDR-Literatur überhaupt – dar­über ließe sich streiten. Unstrittig aber ist der hohe Rang von Christa Wolfs 1976 erschienenem Buch "Kindheitsmuster", das einen reflektierenden Blick auf das Aufwachsen im Dritten Reich wirft und, zu einer Zeit, als das kaum möglich war, auch Vertreibung und Flucht thematisierte. Der Roman-Essay handelt vom Mädchen Nelly Jordan, dessen Kindheit in die Jahre zwischen 1933 und 1947 fällt. Mindestens ebenso sehr aber steht das Nachdenken darüber im Mittelpunkt, wie man über die verlorene Zeit ­schreiben kann. "Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen. Wir trennen es von uns ab und stellen uns fremd", so hebt das (Hör-)Buch an.
Im März dieses Jahres hat die Autorin ihren 80. Geburtstag gefeiert und aus diesem Anlass die "Kindheitsmuster" auf acht CDs selbst eingelesen – mit einer sicheren, gleichwohl immer wieder leicht brüchigen Stimme, die den Abstand zwischen dem gegenwärtigen Ich und der Vergangenheit einerseits bewusst macht, andererseits versucht, diese Distanz durch die Sprache zu überwinden. Was hat uns geprägt, dass wir wurden, was wir heute sind – das ist die Frage, die gestern und heute miteinander verbindet.

Ulrich Rüdenauer in FALTER 32/2009 vom 07.08.2009 (S. 16)


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