Universitätsmamsellen
Fünf aufgeklärte Frauen zwischen Rokoko, Revolution und Romantik

von Eckart Kleßmann

€ 20,60
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Verlag: AB - Die Andere Bibliothek
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Umfang: 336 Seiten Seiten
Erscheinungsdatum: 17.03.2017

»Mit Schirm, Charme und Verstand«
Die deutsche Romantik ist wieder ein Thema – und mit ihr Leben und Schicksal von fünf ebenso gescheiten wie attraktiven Göttinger Töchtern, die ihre Angelegenheiten mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit und Willenskraft in die eigenen Hände genommen haben. Dorothea Schlözer zum Beispiel, die als erste Frau in Europa den Titel eines Doktors der Philosophie erhielt, ihre Urkunde aber nicht in Empfang nehmen konnte, weil Frauen die heiligen Räume der Universität nicht betreten durften. Oder ihre Freundin Therese Heyne, die noch recht jung den Weltumsegler Georg Forster heiratete, ihn aber später zugunsten des Schriftstellers Ludwig-Ferdinand Huber verließ. Nach dessen Tod leitete sie sieben Jahre lang die Redaktion von Cottas »Morgenblatt«; vermutlich war sie nicht nur in Deutschland die erste Frau, die ein journalistisches Amt von solchem Einfluss versah. Oder Caroline Schlegel, geborene Michaelis, der in der entstehenden jungen Romantik eine bedeutende Aufgabe zufiel.*Dorothea Schlözer, Therese Heyne, Caroline Michaelis, Meta Forkel und Philippine Gatterer: In fünf eindrucksvollen Porträts entwirft Eckart Kleßmann mit Elan und voller Liebe die Bilder einer Galerie der frühen Emanzipation und dokumentiert ein wichtiges, ernstes und zugleich amüsantes Kapitel der Kultur- und Gesellschaftsgeschichte, das erst unsere Zeit ganz zu würdigen vermag.

Rezension aus FALTER 15/2017

Nur langsam erkämpfen sich Frauen ihren Platz neben den Männern – in der Historie wie in diesem Buch, das von gebildeten Frauen handelt, genauer gesagt von Professorentöchtern, die im 18. und 19. Jahrhundert literarisch-akademisch ihren Weg gingen. Ihre Biografien beginnen bei Männern, den Vätern, und enden bei Männern, nämlich den Ehemännern. Die erste Frau wird tatsächlich erst im fünften Kapitel und nur in Klammern erwähnt.
Da gibt es die Ausreißerin Meta Wedekind, die selbstbewusste, geschäftstüchtige Poetin Philippine Gatterer, dann Dorothea Schlözer, Doktorin der Philosophie, die ihre Auszeichnung nicht in Empfang nehmen konnte, weil Frauen die Universität nicht betreten durften. Oder Therese Heyne, die vielleicht erste Frau in einer einflussreichen journalistischen Position. Lange Originalzitate, kuriose Briefwechsel und Tagebucheinträge bilden Gesellschaftsgeschichte amüsant ab.

Juliane Fischer in FALTER 15/2017 vom 14.04.2017 (S. 35)


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