Zu Gast bei Saddam. Im "Reich des Bösen"

von Jörg Haider

Derzeit nicht lieferbar

Verlag: Ibera
Genre: Politik
Erscheinungsdatum: 19.03.2003

Rezension aus FALTER 33/2010

Ein Tee mit dem Massenmörder

Saddam soll der FPÖ also Geld überwiesen haben. Wer wissen will, wie Haider das Treffen mit dem Sponsor erlebte, dem sei sein Tagebuch von einst empfohlen.

Bei Amazon "als Sammlerstück" um nur € 799,– (!).

in FALTER 33/2010 vom 20.08.2010 (S. 17)


Rezension aus FALTER 13/2003

Kuriose Huldigung. Nachdem Saddam Hussein im August 1990 Kuwait überfallen hatte, war das so: "Obwohl der Irak sofort seine Bereitschaft zu einem Rückzug signalisiert hatte, unternahmen die USA in der Folge alles, um (...) eine friedliche Lösung des Konflikts zu unterbinden." Um Udai wiederum, den ältesten Sohn des irakischen Diktators, "ranken sich allerhand Geschichten und Gerüchte". - Zeitgerecht, keine 24 Stunden vor Beginn des Irakkrieges, präsentierte Jörg Haider letzte Woche ein Buch über seine Trips nach Bagdad. Darin strapaziert er jede Menge Stereotypen ("Verkaufstalent der irakischen Wüstensöhne", Udai verwendet "blumige Aphorismen") und schildert penetrant sein Engagement gegen das "langsame Sterben tausender Kinder". Und natürlich, wie er im Irak "Milliardenaufträge für Österreichs Wirtschaft" aufgestellt hat. Auf Dutzenden Farbfotos posiert der Kärntner Landeshauptmann unter anderem mit Saddam Hussein und den Ministern des Regimes. Dafür erspart es sich Haider, in seinen Ausführungen auf das eine oder andere Detail der irakischen Schreckensherrschaft hinzuweisen. Zum Beispiel, dass Sohn Udai höchstpersönlich Menschen gefoltert und hingerichtet hat. Und was Husseins Giftgasangriff auf das kurdische Dorf Halabja von 1998 betrifft, konstatiert Haider: "Ich meine aber, dass (...) kein Platz für nicht eindeutig belegbare Schuldzuweisungen sein darf."

Nina Weissensteiner in FALTER 13/2003 vom 28.03.2003 (S. 13)


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