Das Leben ist möglich

von Rudolf Jurolek

€ 14,80
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Übersetzung: Christa Rothmeier
Verlag: Wieser Verlag
Genre: Belletristik/Lyrik
Umfang: 43 Seiten
Erscheinungsdatum: 17.11.2008

Rezension aus FALTER 52/2008

"Ich erleuchte mich / durch Unermessliches" – Giuseppe Ungaretti war der lakonischste unter den Dichtern der Moderne. Der slowakische Lyriker Rudolf Jurolek, Träger des dieses Jahr zum zweiten Mal vergebenen Preises für südost- und osteuropäische Literatur "Bank Austria Literaris", steht in dieser Tradition dichterischer Epiphanie. "Es sind noch spürbare Reste des Paradieses in mir", deklariert er unumwunden und ohne alle Angst.
Skeptisch, ironisch, mitunter voller Sarkasmus umkreisen die kaum zwei Dutzend Gedichte klassische Topoi wie Pflanze, Tier, Landschaft, den Himmel oder die "Süße der Kindheit". Mit dem Haiku hat das – bei aller Schlichtheit – nichts zu tun, die Lektüre im sonntäglichen Garten­idyll wendet sich gleichermaßen dezent wie dezidiert ins Prometheische: "So, und jetzt sagt: ,Worum geht es Gott?'" Meist aber wird Metaphysik in kleinen Dosen verabreicht: "Gott, so ein Tag, / und am Leben sein."
Driftet Jurolek einmal in farbenfrohen Symbolismus ab, fängt er ihn sogleich mit nüchterner Klarheit wieder auf: "Wenn alles, was herauskommt, / der durchschrittene Weg ist, / die Müdigkeit in den Beinen, / der Wind, diese Unruh der Landschaft, / der Himmel darüber: noch eine Welt. / Das Leben ist möglich." Andere brauchen dafür hunderte Seiten. Non multa, sed multum!

Erich Klein in FALTER 52/2008 vom 26.12.2008 (S. 27)


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