Die ästhetische Disposition
Eine Einführung in Pierre Bourdieus Kunsttheorie

von Jens Kastner

Derzeit nicht lieferbar

Verlag: Turia + Kant
Genre: Kunst/Kunstgeschichte
Umfang: 120 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.01.2009

Rezension aus FALTER 13/2009

Immanuel Kant beschrieb das Verhältnis zur Kunst noch als "interesseloses Wohlgefallen". Der Soziologe ­Pierre Bourdieu bezeichnete das distanzierte Geschmacksurteil hingegen als die "ästhetische Disposition". Dieser kennerhafte Blick, wie er vor allem den oberen Gesellschaftsschichten zu eigen ist, erfährt bei ihm eine sozialkritische Analyse. In der ersten deutschsprachigen Einführung in Bourdieus Kunsttheorie zieht Jens Kastner die Essenz aus dicken Studien wie "Die feinen Unterschiede" und "Die Regeln der Kunst" ebenso wie aus spezifischeren Untersuchungen, die der 2002 verstorbene Soziologe zu Fotografie oder Museumsbesuch angestellt hat. Hinzu kommen lesenswerte Exkurse zu Bourdieu-affinen Künstlern sowie Hinweise auf neuere Debatten über dessen Theorien.
Kastner, selbst Soziologe und Kunsthistoriker, erklärt alle grundsätzlichen Begriffe und Thesen, bleibt in seiner Darstellung streckenweise allerdings etwas blass, weil Bourdieus pointierter Stil und sein großes empirisches Interesse nicht plastisch werden. Mehr Raum hätte der Autor auch seinem Anliegen geben sollen, das Verhältnis von Kunst und Politik zu deuten und den ­Aktivismus zeitgenössischer Künstler mit Bourdieus Augen zu sehen.

Nicole Scheyerer in FALTER 13/2009 vom 27.03.2009 (S. 20)


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