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Verlag: Lafite
Format: Hardcover
Genre: Musik/Monografien
Umfang: 240 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.01.1999

Alle theoretischen Schriften des innovativen Komponisten erstmals bzw. erneut veröffentlicht, von prominenten Kollegen durch menschlich-künstlerische Sichtweisen ergänzt.
Diese erste Monographie informiert über das Gesamtwerk des Komponisten, der einen fundamentalen Einblick in eine Welt der Musik bietet, die mit dem künstlerischen Umfeld von Sprache, Bild und Theater eine Symbiose eingeht.
Logothetis ist der bekannteste Künstler jener Kompositionsästhetik im 20. Jahrhundert, die den Interpreten wieder in seine alten Rechte als Mitschöpfer und Mitdenker einsetzte, ohne den grundsätzlichen konzeptionellen Primat des Komponisten in Zweifel zu stellen. Dies gelang ihm insbesondere durch die Entwicklung von neuen, auch international epochemachenden Notationstechniken, die das jeweilige Grundkonzept der Werke sowohl in klanglicher als auch in affektiver Hinsicht deutlich umreißen, ohne die Details genau zu fixieren; dabei vermittelt die Notation in geradezu realistischer Weise "Klangbilder", kann aber ihrerseits bei adäquater Rezeption auch als graphischen Eigenwert besitzender "Bildklang" empfunden werden. Logothetis war aber auch ein später Vertreter von Wortkunst und dadaistischen Verfahren; dabei flossen in seine wortklanglichen bzw. textverarbeitenden "Hörspiele" ähnliche notationstechnische Überlegungen ein, die letzten Endes auch das Schriftbild dieser Werke als Klangbilder empfinden lassen.
HARTMUT KRONES, 1944 in Wien geboren, lehrt an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sein Spezialgebiet ist die Wort-Ton-Beziehung in Stilkunde und Aufführungspraxis, sein Publikationsschwerpunkt sind Grundbücher zur "Alten Musik", "Exilforschung" und "Neuen Musik".
"Ein Schlüssel zum Verständnis des im Humanismus tief verwurzelten Werks dieser komplexen Persönlichkeit - einer der originellsten Köpfe der Neuen Musik." (Manfred Blumauer / Der Standard, Wien)

Rezension aus FALTER 12/1999

Die neuen Ausdrucksmoglichkeiten zeitgenossischer Musik in klassischer Notenschrift festzuhalten, ist schier unmoglich. Also entwickelten viele Komponisten ihre eigenen Notationssysteme. Anestis Logothetis (1921-1994) etwa wollte sich bei seinen grafischen Notationen vor allem auf die Vorgabe eines konzeptionellen Rahmens konzentrieren und so den Interpreten großere Freiheiten ermoglichen. Viele dieser auch optisch ausdruckstarken Klangbilder samt Erläuterungen vom Komponisten hat Hartmut Krones gesammelt und neben Texte über Logothetis' Werk und Wirkung (u.a. von Friedrich Cerha, Peter Weibel und Hermann Nitsch) gestellt.

Carsten Fastner in FALTER 12/1999 vom 26.03.1999 (S. 70)


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