Castro ist tot!
Roman

von Didier Goupil

€ 19,90
Lieferung in 2-7 Werktagen

Verlag: Haymon Verlag
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Erzählende Literatur
Umfang: 120 Seiten
Erscheinungsdatum: 06.03.2009

Rezension aus FALTER 18/2009

Ein französischer Schriftsteller besucht Cuba "irgendwann im 21. Jahrhundert". Nicht ohne Sympathie für die kubanische Revolution wird er von einem Angehörigen der Botschaft durch Havanna geführt. Er lässt sich bezaubern – von den Menschen, der Musik, der verfallenen Pracht. Doch schnell merkt er, dass Castros Kuba am Ende ist: "Es gab nichts zu tun, es gab keine Arbeit, kein Geld, und alle taten nichts anderes als auf den Tag zu warten, an dem sich endlich etwas ändern würde (…) All diese ungenutzte Energie, diese vergeudeten Talente, all diese verbotenen Leben."
Die Menschen prostituieren sich, alle sind hinter den Dollars der Touristen her. Kritische Journalisten landen im Knast. Das Schickal eines solchen stellt die Parallelhandlung dar, die die freundlich-kritischen ­Beobachtungen des Besuchers weiter verdüstern. Dieser "Roman" ist eigentlich eine gut ­recherchierte und brillant geschriebene Reisereportage ohne Quellenangaben. Man weiß also nicht: Ist das erfunden oder wahr? Als letzte Hoffnung bleibt der baldige Tod Castros. Doch der scheint unsterblich zu sein. Und wir wissen seit der Inthronisation von Rául Castro: Es geht auch ohne den Maximo Leader – und es ändert sich immer noch nichts. Den Kubanern bleibt wirklich nichts als "die Trauer um ihre Träume, in denen der Dollar die Revolution ersetzt hatte."

Thomas Askan Vierich in FALTER 18/2009 vom 01.05.2009 (S. 19)


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