Tränen im Asia-Markt

Eine Geschichte von Trauer, Liebe und koreanischem Essen | Ein lebensbejahendes und berührendes Memoir von der Musikerin hinter Japanese Breakfast
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Kurzbeschreibung des Verlags:




Tränen im Asia-Markt gehört zu Barack Obamas Lieblingsbüchern des Jahres 2021


Von der tröstlichen Kraft der koreanischen Küche und einer besonderen Mutter-Tochter-

Beziehung

Als Michelle mit Mitte zwanzig erfährt, dass ihre Mutter an Krebs erkrankt ist, steht die Welt für sie still. Sie lässt ihr bisheriges Leben in Philadelphia zurück und kehrt heim nach Oregon, in ihr abgelegenes Elternhaus, um ganz für ihre Mutter da zu sein. Doch schon ein halbes Jahr später stirbt die Mutter. Michelle begegnet ihrer Trauer, ihrer Wut, ihrer Angst mit einer Selbsttherapie: der koreanischen Küche. Sie kocht all die asiatischen Gerichte, die sie früher mit ihrer Mutter aß und erinnert sich dabei an die gemeinsame Zeit: an das Aufwachsen unter den Augen einer strengen und fordernden Mutter; an die quirligen Sommer in Seoul; an das Gefühl, weder in den USA noch in Korea ganz dazuzugehören. Und an die Körper und Seele wärmenden Gerichte, über denen sie und ihre Mutter immer wieder zusammengefunden haben.

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FALTER-Rezension

Tod, Trauer und der Trost durch Asian Food

Unter ihrem Künstlernamen Japanese Breakfast hat die US-Musikerin Michelle Zauner, Tochter einer Koreanerin und eines deutschstämmigen Amerikaners, mit "Jubilee" heuer eines der Konsens-Popalben zwischen Indie und Mainstream herausgebracht. Sie ist mittlerweile ein Role Model für US-Kids mit asiatischen Vorfahren, die musikalische Ambitionen jenseits von K-oder J-Pop verspüren. Nach einer Jubelfeier war ihr allerdings lange nicht zumute. In dem autobiografischen Roman "Tränen im Asia Markt. Eine Geschichte von Trauer, Liebe und koreanischem Essen" schreibt sie über das so innige wie zeitweilig schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter -und erzählt vom Abschiednehmen und Trauern nach deren Krebstod mit Mitte 50.

Das nun auch auf Deutsch erschienene Buch steht in den Staaten aktuell auf diversen Listen der besten Musikbücher des Jahres, dabei kommt Zauners Popkarriere darin nur am Rande vor. Die beiden Hauptrollen spielen Familie und Essen. Der Triumph des Texts liegt darin, wie klug und sinnlich die Autorin die beiden Felder verbindet.

Erst am Ende der Geschichte, nachdem sie ihre Mama beerdigen musste, beginnt die Tochter koreanisch zu kochen. Dafür umso ambitionierter, so, als wolle sie die Rolle ihrer Mutter übernehmen, die stets überfürsorglich war und sie mit Liebe und ihren Lieblingsgerichten überschüttete. Von der Pubertät an rebellierte Zauner gegen diese schier erdrückende Zuneigung. Als sie Mitte 20 war, versöhnten sich die beiden. Die besten Jahre ihrer Beziehung hätten folgen können, doch just dann schlug der Krebs zu.

Weit entfernt von Rührseligkeit oder amerikanischem Gefühlskitsch zeichnet "Tränen im Asia-Markt" ein realistisches Bild davon, was es heißt, als Mutter und Tochter untrennbar miteinander verbunden zu sein -auch wenn man das, wie Michelle Zauner, lang negiert und Distanz zur Familie hält. Und noch etwas gelingt der Autorin: Mit ihrer schwelgerischen Schilderung von endlosen Festmählern macht sie Lust, umgehend den nächstgelegenen Asia-Shop zu plündern.

Sebastian Fasthuber in Falter 48/2021 vom 03.12.2021 (S. 36)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783864931864
Ausgabe 1. Auflage
Erscheinungsdatum 18.10.2021
Umfang 320 Seiten
Genre Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Format Taschenbuch
Verlag Ullstein Paperback
Übersetzung Corinna Rodewald
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