Die Orient-Mission des Leutnant Stern

von Jakob Hein

€ 18,50
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Verlag: Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Umfang: 256 Seiten
Erscheinungsdatum: 15.02.2018


Rezension aus FALTER 14/2018

Vor 100 Jahren erfand Deutschland den Dschihad. Jakob Hein hat aus dem seltenen Fall, dass sich ­Geschichte zuerst als Farce ereignet und erst dann als Tragödie, einen ­unterhaltsamen historischen Roman gemacht. Zu Beginn des Ersten ­Weltkriegs kommen deutsche Militärstrategen auf die Idee, über den verbündeten ­osmanischen Sultan einen pan-islamischen Aufstand anzuzetteln. Durch die ­Fatwah sollen die Muslime in den Kolonien der Entente eine innere ­Flanke öffnen.
So schickt man Leutnant ­Edgar Stern mit einem Dutzend ­französisch-maghrebinischer Kriegsgefangener, getarnt als exotische Zirkustruppe, nach Konstantinopel. Der mit preußischer Pedanterie geplante heilige Krieg scheitert an mangelnder ethnologischer Finesse. Der ­Psychiater Hein erfüllt Schopenhauers Regel für guten Stil, dass man nämlich etwas zu sagen habe. Nur: So einen Stoff in schlanke 250 Seiten zu packen ist fast schade.

Dominika Meindl in FALTER 14/2018 vom 06.04.2018 (S. 34)


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