Die demokratische Fürstenherrschaft

von Danilo Zolo

Derzeit nicht lieferbar

Verlag: Steidl
Erscheinungsdatum: 01.01.1997

Rezension aus FALTER 36/2009

Krise in Zeiten der Demokratie

Die Lektüre des vorliegenden Buches stimmt auch zwölf Jahre nach seinem Erscheinen bitter. Weil es brandaktuell ist. Danilo Zolo, ein Rechtsphilosoph aus Florenz, zerlegt abseits jedes Idealismus die Demokratietheorie westlicher Fasson. Angelehnt an systemtheoretische Argumente, spricht er unserer Demokratie das Fundament ab: die Fähigkeit der Bürger zu autonomen, rationalen Entscheidungen, die so etwas wie Gerechtigkeit erzeugen können. Vor allem die "Informationsrevolution" habe laut Zolo die Linie zwischen politischer Realität und Fiktion derart verwischt, dass die Bürger den herrschenden Politikern ausgeliefert sind.

Wolfgang Zwander in FALTER 36/2009 vom 04.09.2009 (S. 22)


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