Es war eine Frau
Das Doppelleben des Jazzmusikers Billy Tipton

von Diane W. Middlebrook, Günther Burkert-Dottolo

Derzeit nicht lieferbar

Verlag: Malik
Erscheinungsdatum: 01.01.1999

Rezension aus FALTER 3/2000

Die Biografie "Er war eine Frau" schildert das Leben des Jazzmusikers Billy Tipton, der zwar 1914 als Dorothy geboren wurde, sich ab 1933 aber eine männliche Identität zulegte. Die hat er/sie dann in der Folge so geschickt verkörpert, dass selbst seine/ihre Frauen - Tipton war dreimal verheiratet - nichts merkten. Die Literaturwissenschaftlerin Diane W. Middlebrook hat dieses Doppelleben minuziös rekonstruiert und klug aufbereitet; sie liefert nicht nur faszinierende Einblicke in Tiptons Travestie, sondern auch in das US-amerikanische Musikbusiness des 20. Jahrhunderts.Ein Jahrhundert früher ist der neue, zweite Roman von Patricia Duncker angesiedelt, dessen - historisch überlieferter - Titelheld ebenfalls als Mädchen geboren wurde. Doch die drei Liebhaber seiner Mutter beschließen, dass aus dem außergewöhnlichen Kind ein Arzt werden soll - was damals nur als Mann möglich war. Mit literarischer Raffinesse und mit viel Kontextwissen zeichnet Duncker die abenteuerliche Karriere des "James Miranda Barry" und sein ständiges Spiel mit der Lüge nach. Seine Lebensgeschichte (wie auch die von Tipton) legt nahe, dass solche Spiele nicht verloren werden müssen und dass es ein wahres Leben im Falschen gibt. Zumindest im falschen Geschlecht.

Klaus Taschwer in FALTER 3/2000 vom 21.01.2000 (S. 62)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

James Miranda Barry (Patricia Duncker, Stefan Karner)

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