Haus, Frauen, Sex
Roman

von Margit Schreiner

Derzeit nicht lieferbar

Verlag: Schöffling
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Erzählende Literatur
Umfang: 207 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.01.2001

'Nach zwei Jahrzehnten Ehe hat Resi – die nun auf ihrem eleganteren Doppelnamen Marie-Thérèse besteht – den Gatten Franz verlassen und den Sohn mitgenommen. Zuvor war der Herr Gemahl gekündigt worden, hatte für die Familie eigenhändig ein Eigenheim errichtet. Im viel zu großen, leeren Haus sitzt Franz nun und grollt und trinkt und trinkt und grollt. Das Heimchen am Herd ist entsprungen, das Männchen sinnt auf Rache. Doch Franz hat dafür nichts als seine Worte, gemeine Worte der Wut.'
Margit Schreiner hat mit 'Haus, Frauen, Sex.' die unterhaltsamste Gender-Studie geschrieben, die man zur Zeit lesen kann. Margit Schreiner wurde 1953 in Linz geboren. Sie studierte Germanistik und Psychologie in Salzburg und ging 1977 für drei Jahre nach Japan. Sie lebt seit 1983 als freie Schriftstellerin zunächst in Salzburg und Paris, später in Berlin und Italien – heute wieder in Linz. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Stipendien und Preise, zuletzt den Oberösterreichischen Landeskulturpreis, den Kunstwürdigungspreis der Stadt Linz und den Österreichischen Würdigungspreis für Literatur.

Rezension aus FALTER 10/2002

Wenn die aus Linz stammende und ebendort lebende Schriftstellerin Margit Schreiner (Jahrgang 1953) den Titel ihres jüngsten Buches ausspricht, klingt es wie "Hausfrauensex". Korrekt notiert lautet er "Haus, Frauen, Sex". Der ursprünglich bei Haffmans erschienene, viel und hoch gelobte Roman war das Kuriosum des letzten Bücherherbstes - lag er doch wochenlang in zwei Ausgaben in den Buchhandlungen: in der des in Konkurs gegangenen Haffmans Verlages und in der des Schöffling Verlages, der sofort einsprang, nachdem die Autorin ihre Rechte an dem Roman zurückgewonnen hatte.

"Haus, Frauen, Sex" ist "ein raffiniertes Stück Rollenprosa" (Neue Zürcher Zeitung), in dem ein nach zwanzig Jahren von seiner Frau Resi (die jetzt Marie-Thérèse genannt werden will) verlassener Außenliftingenieur und Erfinder namens Franz eine rhetorische Achterbahnfahrt durch sämtliche Bereiche männlicher Tragikomik unternimmt. Die "unterhaltsamste Gender-Studie, die man derzeit lesen kann" (Literaturen) ist aber nicht nur ziemlich komisch, sondern gesteht ihrem zusehends dem Wahn und dem Alkohol verfallenden Helden auch einige sehr poetische Momente zu und verzichtet darauf, ihn bloß als ressentimentgeladenen Klischee-Macho vorzuführen.

Klaus Nüchtern in FALTER 10/2002 vom 08.03.2002 (S. 65)


Bitte warten...

Sie haben folgendes Produkt in den Warenkorb gelegt:

{{var product.name}}


weiter einkaufen
zum Warenkorb