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Elemente einer kritischen Internetkultur (übersetzt aus dem Englischen von Andreas Kallfelz)

von Geert Lovink

€ 28,80
Lieferung in 2-7 Werktagen

Übersetzung: Andreas Kallfelz
Verlag: transcript
Format: Taschenbuch
Genre: Medien, Kommunikation/Medienwissenschaft
Umfang: 332 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.08.2008

Rezension aus FALTER 40/2008

Hier bekommt der Web-2.0-Hype ordentlich sein Fett ab: der ganze "Rebellen-Business-Talk des Wandels" – laut Geert Lovink wenig mehr als heiße Luft; die Rede vom "Freien" und "Offenen" – eine scheinheilige Agenda, während Unternehmenskon­trolle, Überwachung und Zensur regieren. Warum, fragt der niederländische Medienforscher, werden die ideologischen Prämissen der neuen Internetkultur mit ihren Businessphrasen so ungern hinterfragt? Seine These: Auch die vielgepriesene Macht der vielen kann in unerwünschte Richtungen führen.
Lovink räumt mit einigen Vorstellungen auf, die die Entwicklung und Popularisierung des Web begleiten: Bloggen ist kein Ersatzjournalismus, die Medienkunst weder subversiv noch besonders konzeptuell. Das ­Verhältnis von Architektur und von Politik zum Netz wird ebenso hinterfragt wie die Globalisierung des ­Internets (weniger als 30 Prozent der Inhalte sind englischsprachig). Im Gegenzug dazu stellt Lovink die Frage, wie die Nutzung offener Netzwerke organisiert werden kann, ohne der Community-Rhetorik zu verfallen. Eine wirkliche Antwort steht aus, ebenso eine Erklärung dafür, wie die heutige Onlinewelt tatsächlich tickt. Als einer der versiertesten Kommentatoren der Netzkultur jedoch zeigt Lovink, dass der Weg dahin in Form von gut lesbaren Diagnosen vielleicht wichtiger ist als eine endgültige Theorie.

Frank Hartmann in FALTER 40/2008 vom 03.10.2008 (S. 20)


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