Derzeit nicht lieferbar

Verlag: Fotohof Edition
Erscheinungsdatum: 01.08.2007

Rezension aus FALTER 34/2007

Bei Regen und bei Nebel

Ein Kuriosum wie der steinerne Basilisk auf dem Haus Schönlaterngasse 7 muss einfach verewigt werden: In der Gasse, in der Margherita Spiluttini wohnt, zücken täglich Touristen die Kamera. Der Legende nach verwandelte der Anblick dieses mittelalterlichen Monsters in Stein. Ein Fresko auf der Hauswand erzählt, wie ein Wiener Bäckersbub das Ungeheuer mit einem Spiegel austrickste. Man kann den Mythos vom versteinernden Blick des Basilisken auch auf die Funktion der Kamera übertragen: In der Fotografie tritt an die Stelle eines Sinneseindrucks, der Sehen, Hören, Riechen und Tasten umfasst, das "tote" zweidimensionale Abbild.
Die Fotografin Spiluttini hat auf diesen Verlust oft hingewiesen: Kein Bild kann das Erleben eines Raumes ersetzen. Freilich besteht gerade in dieser Transformation die große Chance der Architekturfotografie. Sie kompensiert den Wegfall der multisensorischen Wahrnehmung mit den interpretativen Mitteln der Komposition. Wenige der knipsenden Touristen in der Schönlaterngasse werden sich ihren

Nicole Scheyerer in FALTER 34/2007 vom 24.08.2007 (S. 22)


Bitte warten...

Sie haben folgendes Produkt in den Warenkorb gelegt:

{{var product.name}}


weiter einkaufen
zum Warenkorb