Linker Aufbruch in Europa

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Kurzbeschreibung des Verlags:

Europa befindet sich zurzeit in der tiefsten und längsten Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren. Ein Ende ist noch nicht abzusehen. Besonders betroffen sind die Jugend und neuerdings auch die Mittelschichten. Dies trifft nicht nur im Süden und Osten Europas zu, auch in den saturieren Gesellschaften im Zentrum und im Norden der EU verdichten sich dieselben Krisenerscheinungen.
Der Autor macht die Hintergründe der Wirtschaftskrise deutlich und zeigt, dass es nicht Verschwendungssucht und ein überbordender Sozialstaat sind, die dazu geführt haben, sondern vielmehr die im Zeichen des Neoliberalismus vollzogene Deregulierung der Finanzmärkte und die außer Kontrolle geratene Vermögenskonzentration an der Spitze der sozialen Pyramide.
Europa befindet sich politisch an einem Wendepunkt. War es in der ersten Phase der Wirtschaftskrise die anti-europäische, nationalistische Rechte, die an Boden gewann, so leisten heute Gewerkschaften und soziale Bewegungen Widerstand gegen diese Entwicklung. In einigen Ländern zeichnet sich auch ein Trend nach links ab.
Stehen wir vor einem Linken Frühling in Europa?

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FALTER-Rezension

Von Athen über Berlin nach Vilnius: Der leise Aufstieg der radikalen Linken in Europa

Es ist ein viel leiserer Aufstieg als jener der Parteien der extremen Rechten wie Front National oder FPÖ. Aber auch am linken Rand des politischen Spektrums in Europa tut sich einiges. Nicht nur im krisengeschüttelten Griechenland ist mit Syriza eine radikal linke Partei an der Macht. Auch in anderen europäischen Ländern sind Parteien links von Sozialdemokratie und Grünen im Aufwind.
In Spanien werden der oppositionellen Linksbewegung Podemos bei den Wahlen kommenden Herbst massive Zuwächse prognostiziert, auf Zypern hat die eurokommunistische AKEL-Partei fast 27 Prozent der Stimmen, auch in Lettland, den Niederlanden oder der Tschechischen Republik sitzen linksradikale Parteien in den Parlamenten.
Einen Überblick über den Wiederaufstieg der radikalen Linken in Europa mehr als 25 Jahre nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Ostblocks bietet das kürzlich erschienene Buch „Linker Aufbruch in Europa“ von Walter Baier.
Der Autor ist schon berufsbedingt parteiisch. Er war viele Jahre lang Vorsitzender der KPÖ und ist heute Koordinator der „Europäischen Linken“, eines Zusammenschlusses von 25 Parteien von der griechischen Syriza bis zur weißrussischen Linkspartei „Gerechte Welt“. Trotz dieser politischen Nähe konzentriert sich Baier auf Fakten, zeigt die unterschiedlichen Strömungen und auch Widersprüche auf. Er präsentiert das Programm der Linken auf europäischer Ebene und veröffentlicht im Anhang die wichtigsten Positionspapiere.
Auch die Wirtschaftskrise und der neue Nationalismus in Europa werden behandelt. Dieses Buch ist sicherlich vom Mainstream entfernt. Es bietet aber einen Einblick in das Denken und Tun der Parteien, die sich radikal links verstehen. Und es überrascht. So schreibt der ehemalige KPÖ-Chef zum Beispiel: „In der heutigen radikalen Linken bilden die Kommunisten und Kommunistinnen die Minderheit, während die Mehrheit sich als rot-grün, linkssozialistisch oder pluralistisch links versteht.“

Nina Horaczek in Falter 28/2015 vom 10.07.2015 (S. 12)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783902494696
Erscheinungsdatum 01.01.2015
Umfang 224 Seiten
Genre Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Sonstiges
Format Buch
Verlag Edition Steinbauer
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