Verlag: CLIO Verein f. Geschichts- & Bildungsarbeit
Format: Hardcover
Genre: Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945)
Umfang: 704 Seiten
Erscheinungsdatum: 10.02.2014

Rezension aus FALTER 19/2014

Asien und Afrika als Zufluchtsorte

Tausende Flüchtlinge aus Afrika und Asien haben in den letzten Jahren bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, ihr Leben verloren. Wenig bekannt ist aber, dass die beiden Kontinente nach 1938 vielfach zu den letztmöglichen Zufluchtsorten für die Verfolgten aus dem Deutschen Reich wurden. Genaue Zahlen dazu existieren nicht; von der Exilforschung wurden diese Destinationen bisher vernachlässigt. Mit dem Sammelband "Going East – Going South" richten die Historiker Margit Franz und Heimo Halbrainer den Blick auf diese "lost stories", die bis in die entlegensten Gebiete der Erde führen, und erweitern damit die Landkarte der Vertreibung entscheidend. Das Buch vereint tiefgehende Analysen – etwa einen Überblick über die Lage in den Aufnahmeländern – mit berührenden Lebensgeschichten, teils von den Flüchtlingen selbst erzählt. Wir lesen von Scheinehen in Ägypten und wie ein siebenjähriger Exilant das Schulsystem in Britisch-Indien erlebte, hören aber auch von "Misstrauen wherever you go" und von Heimkehrern, die in Österreich nie wieder heimisch wurden.

Gerlinde Pölsler in FALTER 19/2014 vom 09.05.2014 (S. 20)


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