Der Moddetektiv besiegt Corona

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Kurzbeschreibung des Verlags:


Mit ungekannter Härte bricht die zweite Coronawelle über die Welt herein. Gemeinsam mit der bipolaren CIA-Spezial-Agentin Tracy Contact tritt der Moddetektiv einen aussichtslos erscheinenden Kampf gegen die mörderische Seuche an.
Der Moddetektiv hat zwei Probleme: Er steht vor den Trümmern der großen Liebe seines Lebens, und sein Haarschnitt muss dringend fassoniert werden. Doch wegen der Pandemie hat sein Friseur seit Monaten geschlossen. Dem nicht genug, sieht es ganz danach aus, als ob Wiens bestaussehender Privatermittler selbst infiziert ist.
Von Notfall-Hotline-Telefonistinnen als testunwürdig eingestuft, nimmt der Moddetektiv den Kampf gegen das tödliche Virus auf. Mit stetig schwindenden Kräften kämpft er sich auf der Suche nach einem Heilmittel durch einen von misanthropischen Milliardären, blutgierigen Plasma-Junkies und Apokalyptischen Anniesern bevölkerten Albtraum einer im Sterben liegenden Stadt. Dass dem amphetaminaffinen Berufsbeschatter langsam die Drogen ausgehen, macht die Sache auch nicht einfacher.
Genial, verrückt, real. Mit seinem monumentalen Roman um die Vernichtungsmaschine SUPERSPREADER schreibt sich Christopher Just endgültig in die Reihe der bedeutendsten Schriftsteller der Gegenwart ein.

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FALTER-Rezension

Bier töten Virus: Mit Humor durch die Krise

Die Pandemie hat längst die Buchwelt erreicht. Es gibt Corona-Literatur für Erstleser („Conni macht Mut in Zeiten von Corona“) und Investoren („Coronomics“). Der viertelwissenschaftliche Schmöker „Corona Fehlalarm?“ entwickelte sich gar zum Bestseller unter Freunden der freien Meinungsäußerung und anderen besorgten Bürgern.

Was noch fehlte, war ein Werk, das die komischen Aspekte der Krise herausarbeitet und ein befreiendes Lachen erlaubt. Hier schafft Christopher Just Abhilfe. Der als Techno-Produzent bekannt gewordene Wiener hat zuletzt auf Literatur umgesattelt. Seine Romane „Der Moddetektiv“ und „Catania Airport Club“ waren schwer einzuordnende Wundertüten zwischen infantilem Witz und höherem Unsinn, postmodernem Schabernack und Stilstudien.

Zum neuen Buch inspiriert wurde er durch die Corona-Erkrankung seines Bruders, der einige Zeit im Spital verbringen musste – nachdem ihm zunächst ein Test verwehrt wurde, hatte er sich doch weder in Italien noch in Tirol aufgehalten. Just verarbeitet das in absurden Telefonaten mit der 1450-Hotline. Denn – Schockschwerenot! – auch den treu der Subkultur um Parkas und Vespas anhängenden Moddetektiv hat Corona erwischt. Doch er ist der Einzige, der in Wien, über das eine gewaltige „Second Wave“ schwappt und wo schon Plasma-Junkies umgehen, eine große Sache aufdecken kann.

Just macht sich über das zeittypische Blabla lustig: „La peste war auch eine Chance (…), um die Augen retour auf das Wesentliche zu richten, sich wieder zu finden, und all das neu zu entdecken, was im Leben wirklich wichtig war.“ Der Alki-Vater des Helden ist derweil überzeugt: „BEER TOTEN ’HE FUCKIN VIRUS!“ Der neue Roman kommt geradliniger daher als die Vorgänger, doch nicht ohne lustvolle Abschweifungen aus. Ganz großes Tennis ist die Schilderung eines Beischlafs ex negativo: Er werde sich nicht dazu herablassen, eine Sexszene zu schreiben, wendet sich der Autor an seine Leser – um es unter diesem Vorzeichen gehörig krachen zu lassen.

Sebastian Fasthuber in Falter 45/2020 vom 06.11.2020 (S. 34)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783903184589
Erscheinungsdatum 01.11.2020
Umfang 388 Seiten
Genre Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Format Hardcover
Verlag MILENA
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