Das Kopftuch meiner Großmutter

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Verlag: Beltz, J
Format: Hardcover
Genre: Kinder- und Jugendbücher/Bilderbücher
Erscheinungsdatum: 08.08.2008

Rezension aus FALTER 47/2008

Österreichische Kinderbücher

Thomas Wolkinger (* 1968) und Rosa Schwentner (* 1998) haben sich durch die Neuerscheinungen 2008 gelesen

Ausredenbuch (ab 3) Aus einer klassischen Ausgangssituation – die Mama hat Spinat gekocht – entwickeln der Wiener Autor Martin Auer und die Illustratorin Manuela Olten ihre zum Schreien komische Geschichte vom kleinen Tim, der sich vor dem Essen drücken will. Große Klasse, mit welcher Leichtigkeit Auer Kinderflunkereien in Literatur verwandelt!

Kackebuch (ab 4) Das gibt's selten: ein Buch zur Kinderunterwäsche. Xiane Kangela hat es trotzdem hingekriegt, Doron Rabinovici einen flockigen Text über kuschelige Jooloomooloo-Faserwesen entlockt, den Christina Gschwantner erstklassig illustriert hat. Wäsche und Buch werden total fair produziert, das Buch ist auf Elefantendungpapier gedruckt. Kein Scheiß!

Reimerei (ab 4) Die Grazer Illustratorin Christine Sormann, die mit Mira Lobes "Eine Geschichte vom Nikolaus" schon einen Instantklassiker bebildert hat, hat nun für eine kleine Auswahl von Vera Ferra-Mikuras alltäglich-tiefsinnigen Wunderreimohrwürmern für Kinder erneut Zeitloses gezeichnet. "Was hätt ich überdies noch gern? Vom Himmel einen kleinen Stern."

Feenmärchen (ab 5) Käthe Recheis und Friedl Hofbauer haben sich – nach Katzenmärchen im Vorjahr – an eine zweite Märchenanthologie gemacht, Feengeschichten aus aller Welt gesammelt und behutsam neu erzählt. Annett Stolarski hat für die glasklare Sprache der beiden Grandes Dames der Kinderliteratur zauberhafte Bilder gefunden. Da macht auch "Cinderella" wieder Spaß.

Träumerei (ab 5) Das Lyrischste der drei Bücher, die Heinz Janisch dieses Jahr im feinen Bajazzo Verlag herausgebracht hat, eine sanfte Ode, eine Liebeserklärung eines Buben an seine Großmutter, deren Kopftuch die wunderlichsten Geheimnisse birgt. Aljoscha Blau, der zuletzt Jan Fosses "Schwester" illustriert hat, hat für Janischs Gedicht eine mystisch-verträumte Bildsprache gefunden.

Affentanz (ab 7) Moni wollte eigentlich Eis, kriegt aber einen Affen. Von da an herrschen Aberwitz und Anarchie, dazwischen wird gesungen, was das Zeug hält. Kann bitte jemand dringend das "Lied von der Gemeinheit" vertonen? Mit ihrem vierten gemeinsamen Buch haben sich Franzobel und Sibylle Vogel jedenfalls endgültig als kinderliterarisches Dreamteam etabliert.

Katzenkrimi (ab 8) Eigentlich träumt Kater Rifko davon, als Pirat über unendliche Ozeane aus Milch zu segeln. Detektiv sein ist aber auch nicht schlecht. Und so löst Rifko lässig einen Kriminalfall nach dem anderen. Für Erstleser, denen Knickerbocker & Co immer schon zu uncool waren, mit schwer surrealistischen Bildern des jungen Hamburger Grafikers Christoph Mett.

Sammelbuch (ab 9) Besser geht's nicht: 30 Autoren – von Martin Auer über Dimitré Dinev und Christine Nöstlinger bis Renate Welsh – haben großteils neue Texte für "Passage ins Paradies" beigesteuert, die inhaltliche Bandbreite ist groß, die qualitative klein: Hier fällt kein Text ab. Auch der Zweck ist ein guter: 2,- € je Buch gehen an das Flüchtlingsprojekt von Ute Bock. Muss man haben.

Thomas Wolkinger in FALTER 47/2008 vom 21.11.2008 (S. 56)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Das Jooloomooloo
Das ganz, ganz kleine Schwein mit dem ganz, ganz große Hunger
Das Lächeln der Mondfee (Käthe Recheis, Friedl Hofbauer, Annett Stolarsk)
Passage ins Paradies (Ute Bock (Hg.), Annett Stolarski)
Bunt gefleckt, getupft, gescheckt (Vera Ferra-Mikura)
Moni und der Monsteraffe (Franzobel, Sibylle Vogel)
Ein Fall für Rifko (Heinz Janisch)

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