Case History

von Boris Mikhailov

Derzeit nicht lieferbar

Verlag: Scalo
Erscheinungsdatum: 01.01.1999

Rezension aus FALTER 23/1999

Drogensüchtige Straßenkinder, torkelnde Erwachsene, von gepantschtem Vodka aufgeschwemmt, auf der Suche nach Eßbarem. Gescheiterte Existenzen, schmutzig, krank, arm, entstellt. Der Ukrainer Boris Mikhailov illustriert den Alltag Obdachloser in seiner Heimatstadt Kharkov. Die Farbfotos in "Case History" zeigen das Geschwür der Trostlosigkeit mit einer Offenheit, die weh tut. Er mache keine sensationslüsternen Fotos, erklärt Mikhailov, vielmehr versuche er, die Veränderungen, die seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion in der Ukraine stattgefunden haben, festzuhalten. Trotz der verheerenden Armut drücken die Augen der von ihm porträtierten Frauen und Männer einen Lebenswillen aus, der auch in einem System, das sie auf die unterste mogliche Stufe hat fallen lassen, ungebrochen weiterbesteht.

Andrea Maria Dusl in FALTER 23/1999 vom 11.06.1999 (S. 78)


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